Supersize me! – Monday Makes My Home! Lektion 3

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So, jetzt aber mal Schluss mit Faulenzen und ran an die Kartoffeln! Es geht endlich weiter mit dem MMMH – Ende der Sommerpause! :)

Lektion #3 zeigt euch, wie aus wenig Kubikmetern optisch viel mehr entstehen kann. Supersize me!

1) Ordnung ist das halbe Leben!

Mhhh, doch! Es tut mir leid! Aber da kommen wir jetzt nicht drum rum, um diesen oberschlauen Spruch! Auch wenn das gerade zum Artikelanfang etwas abschreckend wirkt, es muss sein! Ich kann das nicht an den Schluss verbannen, denn für unsere kleine Hütte ist gerade dieser Leitsatz das wichtigste überhaupt! Ordnung!

Eine übersichtliche, aufgeräumte Wohnung wirkt wesentlich großzügiger und luftiger als eine zugemüllte Höhle. Dass nur das Genie das Chaos beherrscht mag auf andere Bereiche des Lebens zutreffen, nicht aber auf häusliche Ordnung! Sorry für all jene, die diesen Spruch gern als Rechtfertigung hernahmen. Ich denke sogar, dass das Genie die Ordnung liebt und in Unordnung gar nicht Raum findet, seinen genialen Gedanken nachzugehen. Weil sie sich eingesperrt vorkommen und andauernd abgelenkt werden. Ordnung tut gut! Nicht nur für die Raumwirkung, sondern auch für die Seele! Auch wenn sich das nach spirituellem Geschwätz anhören mag.

Es führt also kein Weg daran vorbei – aufräumen! Die Oster- und Geburtstagsgrüße von vor acht Jahren gehören also entweder ins Altpapier oder in eine extra dafür vorgesehene Kiste. Das selbe gilt für Bordkarten der Weltreise und alte Konzertkarten, sollte man sich partout nicht trennen können. Noch besser ist natürlich immer wegschmeißen, denn die wirklichen Erinnerungen trägt man schließlich im Herzen. Das ist viel wertvoller als sentimentales Sammeln. Gnadenloses wegschmeißen schafft Platz und Größe. Wir sollten lernen uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und unnützes Zeugs aus Wohnung und Leben verbannen. Uns endlich mal wieder frei machen. Heutzutage, wo alles und jeder zu jeder Zeit verfügbar ist, bleibt uns doch fast die Luft weg von all dem Zeugs, dass wir in jeder Hinsicht konsumieren.

2) Mehr Beinfreiheit!

Eine klobige Schrankwand und ein Sofa à la Wetten-Dass sind zu viel für kleine Räume. Wähle deine Möbel bewusst nach deinen Räumlichkeiten aus. Sideboards und Regale machen optisch größer, da sie den Blick auf die Wand nicht komplett verstellen und nicht über eine so große Höhe verfügen. Generell sind „schwere“ Möbel ungeeignet für kleine Räume, Möbel die „Luft lassen“ jedoch optimal. Sofa und Sessel mit „Beinfreiheit“, deren Füsse man sieht und die dadurch den Blick auf den Boden frei geben, wirken wesentlich leichter. Das selbe gilt für Sideboards und Schränke, die nicht bis zum Boden reichen, sondern an Wänden befestigt sind oder auf schmalen Füssen oder Rollen stehen. Also bei den Möbeln im wahrsten Sinne des Wortes „Raum lassen“!

Einrichtungsgegenstände sollten locker miteinander kombiniert werden, auch das gibt ihnen Leichtigkeit und dem Raum Weite. Oftmals bietet es sich an, Möbel wie Couchtisch und Hocker auf Rollen zu verwenden. Der Raum bleibt flexibel und kann so schnell auf Nutzungsänderungen reagieren.

3) Zimmer mit Ausblick!

Ein sehr wichtiger – und leider oft missachteter Punkt – ist der Bezug zur Aussenwelt. Fenster und Öffnungen bringen nicht nur Licht ins Dunkel, sondern sorgen auch auf Grund neuer Blickachsen für Weite. Durch die Erweiterung in den Aussenraum kann ein kleines Zimmerchen schnell sehr großzügig und frei wirken. Desto größer die Öffnung, desto besser. Alles, was diese optische Erweiterung wiederum einengt, sollte von Fenster und Fensterbrett verbannt werden. Das betrifft ganze Wälder an Topfpflanzen wie auch die bodenlange Gardine mit Blümchen-Stickerei. Wer ohne Gummibaum und Alpenveilchen nicht leben kann, findet andere Bereiche (auch in Fensternähe) für das Grün. Wer ab und an mehr Privatsphäre wünscht, kann sich mit langen weißen Vorhängen oder schlichten Rollos vor den Blicken der Nachbarn schützen. Aber auch hier sollte auf wilde Muster und dunkle Farben verzichtet werden, damit der Raum großzügig wirkt.

Wie bereits in Lektion #2 angesprochen, schaffen Blickachsen jeder Art Weite und lassen die Räume größer erscheinen, als sie sind. Also, ruhig mal ein Türblatt aushängen und Verbindungen zwischen den Räumlichkeiten herstellen.

4) Es werde Licht!

Lichtdurchflutete 20 Quadratmeter können schnell doppelt so gross wirken wie ein ebenso großes dunkles Loch! Viel Tageslicht ist nicht nur gut für unser Wohlbefinden, auch für die Raumwirkung. Doch gerade in eng bebauten Strassenschluchten ist die Lichtausbeute für den Innenraum nicht immer großzügig. Zusätzliche künstliche Lichtquellen sind also ein Muss. Generell sollte jede Ecke eines Raumes ausreichend ausgeleuchtet sein, damit der Raum an Größe gewinnt. Dunkle Ecken fallen schnell aus dem optischen Wahrnehmungsfeld heraus und lassen Räume kleiner wirken als sie tatsächlich sind. Also nicht nur eine Pendelleuchte mittig der Decke anordnen, sondern auch in den Ecken kleine Lichtquellen, wie Stehleuchte oder Strahler platzieren. Diese können zusätzlich wunderbar Akzente setzen.

Positiv sind auch lichtreflektierende Oberflächen. Große Spiegel richtig platziert erweitern Räume um einiges. Glänzende, helle Oberflächen werfen Licht zurück. Im Gegenzug absorbieren raue, dunkle Oberflächen das Licht und wirken sich eher negativ aus. Trotz allem können sie richtig eingesetzt für die nötigen Kontraste sorgen. Weiß in weiß gehaltene Räume können sich bei Übertreibung  quasi auflösen. Klar definierte Grenzen tun dem Auge gut. Dunkle Böden oder Wände zu weißen Möbeln sind also kein Problem und können das nötige Gleichgewicht schaffen.

5) Perfect Colour

Womit wir auch schon beim Thema Farbwahl wären. Es ist ja bekannt, dass helle Farben Licht reflektieren und dunkle Licht schlucken. Wichtig ist darüber hinaus, ob es sich um eher warme oder kalte Farben handelt. In hellen Zimmern mit Sonneneinstrahlung wirken auch kühle Farben wunderbar, wogegen sie in Zimmern mit wenig Sonneneinfall, wie zum Beispiel nach Norden orientiert, für eine frostige Atmosphäre sorgen werden. Also sollte bei der Wahl der Farbe nicht nur auf die Helligkeit, sondern auch auf die Wärme bzw. Kälte des Farbtons geachtet werden.

Ausserdem können durch den gezielten Einsatz von Farben an bestimmten Flächen optische Effekte erreicht werden. Eine tiefe Decke kann, indem die Wände bereits unterhalb der Decke heller und Deckenton von der restlichen Wandfarbe abgesetzt werden, optisch erhöht werden. Im Gegenzug wirken dunkle Decken drückend und können eine Höhe optisch stark verringern. Ebenso wirkt ein Raum, dessen Wände komplett dunkel gestrichen sind, wesentlich kleiner und kann – vor allem beim Einsatz dunkler Möbel – geradezu erdrückend wirken.

Da die Themen „Farben“ und „Licht“ jeweils sehr komplex sind, wird ihnen wohl noch ein eigener MMMH gewidmet werden. Dazu dann aber ein andermal.

Eine schöne Woche!

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