stadtbude Doppelstunde: Einrichtung in schwarz-weiß

Ich liebe schwarz-weiß! Seit vielen Jahren sind diese „Farben“, die ja streng genommen keine sind, meine absoluten Favoriten, wenn es um die Gestaltung meiner eigenen Bude geht. Absolut zeitlos, stilvoll, lässig. Und momentan gerade auch total angesagt. Klickt man sich durch Instagram, Pinterest und Co. wird schnell klar, man kommt gerade nicht daran vorbei.

Schwarz und weiß sind vor allem so reizvoll, weil mit Kontrasten maximal gespielt werden kann. Schwarz-weiß wirkt anregend, urban, expressionistisch und elegant. Dunkle Nischen, abgesetzte Decken, Vorsprünge und Kanten erhalten durch diesen Kontrast eine maximale Plastizität und räumliche Tiefe. Dadurch erhalten Räume in schwarz-weiß unwillkürlich eine besondere Spannung. Das gilt nicht nur bei der Farbgestaltung der Wände, sondern auch bei Innenarchitektur und Deko.

Durch die reduzierte Farbgebung kommen Muster und Grafiken besonders cool zu Geltung. Aktuell trendige Ethno-Muster in schwarz-weiß zum Beispiel schaffen einen sehr reizvollen Spagat zwischen Urbanität und Folklore. Klassiker-Muster schlechthin sind Fliesen im Schachbrettmuster und Streifen. Einfach zeitlos und immer elegant! Muster und Texturen sind bei der Gestaltung in schwarz-weiß ein wichtiger Aspekt, um Räume mit lebendiger Atmosphäre zu kreieren, denn bei zu glatten, sterilen Oberflächen und monotonen Texturen können sie sonst schnell kühl und unnahbar erscheinen. Das ist möglicherweise schön zum anschauen, aber unangenehm für den Aufenthalt.  Brüche sind daher von großer Wichtigkeit. Das Spiel mit unterschiedlichsten Strukturen, Mustern, Oberflächen – glatt und rauh, weich und hart, natürlich und künstlich.

Interior in schwarz-weiß hat einen besonderen urbanen Charakter. Im Scandi-Style und im Industrial-Style lassen sich schwarz-weiß Kontraste besonders gut einbinden. In Kombination mit kühlen Materialien wie Beton, Glas und Metall lässt sich der coole, reduzierte Look noch stärker betonen. Wer es gern etwas weicher und gemütlicher will, setzt warmes Holz wie Eiche, kuschlige Felle und Naturmaterialien ein.

 

Schmackhafte Küche in schwarz-weiß, angerichtet auf Eiche mit einem Spritzer blau! Und der Hochtisch lädt so manches Stündchen zum Verweilen ein.

Scandistyle in schwarz-weiß ist besonders lässig und cool! Muster im Ethno-Look bringen besondere Spannung ins Spiel.

 

Eine einfach grandiose Kombi, immer klassisch und immer up-to-date. Anregend und beruhigend, immer elegant und doch immer sehr cool.

 

Gekonnter schwarz-weiß Mix braucht nicht viele Zutaten! Hier zum Beispiel kleiner Tritthocker und Porzellan mit grafischen Mustern, Häkelteppich und Bücherturm.

 

 

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Doppelstunde stadtbude: Farbpsychologie grau

Grau liegt gerade absolut im Trend! Oder vielleicht auch schon wieder nicht mehr, denn der Einzug in die Baumarktregale der Republik kündigt doch auch immer den Wandel vom Besonderen zum Mainstream an. Das gilt in diesen Tagen nicht nur für die Farbe Grau an sich, sondern für alles, was sich dem „Industrial Style“ verbunden fühlt – schlampig lackierte Weinkisten, Metallregale im Vintagelook und so weiter und so fort.

Dass gerade jeder so darauf abfährt, ist auch nicht wirklich zu verübeln, denn die Farbe (die streng genommen ja gar keine ist) ist absolut cool. Grau ist unaufgeregt und super lässig, bietet die perfekte Bühne für andere Akteure, ob Farben oder Möbel. Understatement auf ganzer Linie und dabei an Eleganz und Stil nicht zu überbieten. Grau ist ja bekanntlich das neue Schwarz.

Grau wirkt elegant und souverän, stark und cool. Es bringt andere Farben zum Leuchten, hält sich dabei lässig im Hintergrund. Grau als neutraler Ton funktioniert als Basis für so ziemlich jede Farbe, geht mit gedeckten Tönen harmonisch Hand in Hand oder bietet grellen Farben die perfekte Grundlage, um noch stärker zum Strahlen zu kommen. Ob Scandi-Style, Industrial, Vintage oder Purismus – Grau geht immer. Grautöne funktionieren super zu kühlen Materialien wie Glas, Sichtbeton, Metall und unterstreichen den Charakter von Nüchternheit und Klarheit. Sie passen aber auch wunderbar zu warmen Naturmaterialien wie dunklem Leder, Kork oder Holz und schaffen ein spannendes Gegengewicht. Grau ist nicht gleich Grau, die Farbpalette ist unerschöpflich. Warme Töne, die eine gemütliche Atmosphäre unterstreichen. Neutrales Grau, das sich unauffällig integriert. Kühle Töne, die diszipliniert und distanziert daherkommen. Für alles und jeden ist was passenden dabei.

 

Grau, lässiges Understatement

 

Helle Grautöne sind dezent und angenehm für’s Auge, im Gegensatz zu rein-weiß, dass schnell anstrengend sein kann

 

Grau wirkt als perfekter Hintergrund und bietet eine tolle Bühne für grelle Farben

 

Mehr als schwarz und weiß!

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Doppelstunde stadtbude: Farbpsychologie rot

Rot steht für Leidenschaft, Kraft und Stärke, es symbolisiert Mut und Intensität. Rot steht auch für Gefahr, kann aggressiv und bedrohlich erscheinen. Die Natur nutzt diese Signalfarbe gern, um giftige Beeren zu kennzeichnen oder auf die Paarungsbereitschaft von Affendamen aufmerksam zu machen. Auf jeden Fall ist Rot nichts für graue Mäuse. Es fällt auf, stellt sich dominant in den Vordergrund und ist wohl die Farbe, die uns zu intensivsten Emotionen bewegen kann.

Räume in sattem Rot können inspirierend und anregend auf uns wirken, uns aber auch aufregen und nervös machen. Dies sollte bei der Farbwahl genau bedacht werden. Ein Schlafzimmer in Blutrot wirkt wenig schlaffördernd, dafür unruhig, vielleicht sogar bedrohlich. Wer da mit Herzrasen im Bett liegt, sollte den Malerpinsel schwingen und auf einen dezenteren Ton wechseln. Im Wohnbereich oder Essbereich hingegen kann die Farbe durchaus anregend sein. Sie eignet sich gut in Räumlichkeiten, die der Kommunikation dienen, denn sie berührt uns mit allen Sinnen, bringt uns in Wallung. Farben wirken auf unser Bewusstsein und können darüber auch unsere Körperfunktionen beeinflußen. Rot regt an, bringt uns in Schwung.

Zarte Rottöne hingegen stehen gern für Reinheit, Unschuld, Mädchenhaftigkeit und Romantik. Rosé, Apricot, Puder sind weiche, dezente Rottöne und in Kombination mit Beige- und Weißtönen besonders beliebt. Sie bringen Balance, Zartheit und einen Tick Verspieltheit ins Leben. Sie regen zum Träumen. Rosé-Töne passen toll zu hellen, gebeizten Hölzern und hellen Naturmaterialien.

Gedeckte dunkle Töne wie Bordeaux und Burgunder wirken hingegen sehr erwachsen und reif, spenden angenehme Wärme und schaffen eine Atmosphäre von Geborgenheit und emotionaler Tiefe. Hier fühlen wir uns angenommen und verstanden, aufgefangen und angekommen. Diese Farbtöne wirken besonders harmonisch zu warmen Materialien wie dunklem Leder, dunklem Holz und Brauntönen.

Rot in kräftigen Mischtönen wie Brombeere und Himbeere (Blauanteil) oder Lachs und Koralle (Gelbanteil) wirken ebenfalls sehr inspirierend und anregend, allerdings weniger aggressiv als Knallrot. Beerentöne, Koralle und Co sind die perfekten Sommerfarben, mit denen sich frische Akzente setzen lassen und die sich auch wunderbar untereinander kombinieren lassen. Man muss nur etwas mutig sein! Rot ist eine Farbe für Selbstbewußte!

Akzente in rosé müssen nicht immer nur niedlich sein. Trotzdem wirken sie weich und harmonisch und passen wunderbar zum satten Grün der Pflanzen 

Verspielt und erfrischend! Die Tapete in Koralle mit floralem Muster ist nichts für Langweiler

Strotzt vor Leidenschaft und Sommer! Wandfarbe im Beerenton wie hier beim Messestand von Missoni Home

[Beinhaltet Werbung. Leider nicht bezahlt, aber es wird ja ein Produkt benannt]

 

 

 

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Doppelstunde stadtbude: Farbpsychologie gelb

In dieser Woche nehmen wir uns der Farbe gelb an, die eine der beliebtesten Farben bei der Gestaltung von Innenräumen ist. Zarte Töne wie Eierschale und Vanille sind echte Klassiker und seit Jahrzehnten beliebt. Doch auch kräftige Töne wie Senfgelb und Goldgelb hauen gerade wieder total rein und mischen das Interieur anständig auf. Gelb bringt Wärme ins Spiel, sorgt für Heiterkeit und Lebendigkeit, Strahlkraft und Stärke. Es bringt die sprichwörtliche Sonne in unsere Räumlichkeiten und sorgt somit für eine positive, entspannte Grundstimmung. Daher bieten sich Gelbtöne besonders für Räumlichkeiten der Kommunikation an – Küche, Esszimmer, Wohnbereich – und können auch als Akzentfarbe einzelne Bereiche besonders gut hervorheben.

Gelb ist aber auch eine kleine Diva und scheint auf den ersten Blick etwas schwierig zu sein. Es passt nicht zu allem, doch mit etwas Feingefühl sorgt es für echte Knaller. Goldene, satte Gelbtöne wirken elegant und luxuriös. Sie sind inspirierend und einladen, anregend und erheiternd.  Helle Gelbtöne reflektieren das Licht besonders gut und lassen Räume dadurch optisch weiter erscheinen.

Beige und Eierschale passen sehr schön zu hellen, natürlichen Oberflächen wie zu weißgekalkten Wänden und hellen Hölzern. Sie kommen aufgrund warmen Farbtemperatur mit einer unaufgeregten, freundlichen Note daher und sorgen für eine angenehme Wohlfühlstimmung. Kann man nichts falsch machen, kann man aber auch noch eine Schippe drauf legen. Denn kräftiges, klares Gelb ist ein Kracher! Wohnaccessoires in diesen Tönen kommen besonders zu dunklen kühleren Farben super zur Geltung und bilden hierzu einen tollen Kontrast. Grau, schwarz, dunkelblau sind die perfekte Basis, um vor allem satte Gelbtöne hervorragend zum Strahlen zu bringen und darüber hinaus als Gegenspieler immer cool und lässig. Hingegen warme, mediterran anmutende Gelbtöne harmonieren besonders gut zu ebenso warmen Farb- und Holztönen. So gehen Ocker und warmes Orange zum Beispiel gut zu braunem Leder oder dunklem Holz und geben in der Kombination eine eher rustikale, gemütliche Note.

 

Ein Hauch von Luxus: Sattes gold-gelb knallt wunderbar bei kühlen Grautönen

Goldgelb wie hier als Wandtapete mit Silbereffekten bringt Sonne und einen Hauch von Luxus in die Räume

Senfgelb bringt auch bei einer eher maskulinen Wohnraumgestaltung coole Akzente und Farbe in die Bude

Gar nicht so kompliziert: warmes Gelb in Kombi mit warmem Holz und Brauntönen