SLI-Sommerfest: Wie ein schöner Sommertrip

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Ach, wieder kaum Zeit gefunden. Ich wollte doch längst schon von meinem wunderschönen Samstag vor einer Woche berichten, denn der war wirklich ein Traum! Wirklich! Das lag nicht allein am wunderschönen Wetter (SOMMERwetter! Yeaaaahhhh!!! Dieser komische Zustand, bei dem man T-Shirts und luftige Kleider tragen kann und sich das Leben so leicht anfühlt), sondern am  SoLebIch-Sommerfest!

Puuuhhhhh… war das schöööön! So schön, dass ich auch nach einer Woche nicht müde werde im Bekanntenkreis davon zu schwärmen und Bilder herumzuzeigen. Fotos von den tollen Locations – dem sooooo schönen SLI-Büro und dem tollen Bulthaup-Showroom -, von der tollen Deko, dem leckeren Essen und den großartigen Gastgebern und Gästen. (Ich verspreche, bis Artikelende keine Vokale und Konsonanten mehr überspitzt in die Länge zu ziehen, um meine Begeisterung zu untermauern)

Kennt Ihr die Wohn-Community SoLebIch? Wenn nicht, müsst Ihr unbedingt mal im Netz vorbeischauen (www.solebich.de). Dort gibt es so viel Schönes zu entdecken, so viele tolle Inspirationen in der Community. Nur mal kurz vorbei schauen, während im Hintergrund noch die Datei lädt, ist da nicht! Man bleibt immer länger kleben und lässt sich ein bisschen forttreiben. Jedes Foto erzählt eine kleine Geschichte, jedes Mitglied öffnet im wahrsten Sinne ein wenig die Tür (und damit auch sein Herz) zu einem wunderschönen Zuhause und lässt uns Gast sein.

Als ich vor einigen Wochen dann auf SoLebIch las, dass noch ein paar Plätze für’s SoLebIch@Bulthaup Sommerfest zu vergeben wären, das am Samstag Abend stattfinden sollte, bewarb ich mich kurzentschlossen einfach mal um einen. Dachte mir noch: „Vielleicht klappt das ja. Ist zwar bisschen blöd, kennste ja keinen da, aber bestimmt wird es nett.“ Dass es „nett“ wird hatte ich mir also zumindest erhofft. Bums, kam auch die Zusage!

Wenn ich meine, „kennste ja keinen da“, dann mein‘ ich das auch so. In meiner Vorstellung war das eine Art Klassentreffen, bei dem sich alle gut kennen und ich fühlte mich fast ein wenig heuchlerisch, mich um einen Platz zu bewerben und nicht viel mehr Infos als „Es gibt eine Nicole und eine Kati, die schreiben da immer“ zu haben. Seit 2013 bin ich in der Community registriert, hatte aber bis vor einigen Wochen seit Monaten keine Bilder mehr hochgeladen, schaute ab und an mal vorbei und dann lange wieder gar nicht. Dann wollte ich mich mal wieder etwas intensiver umsehen und einbringen und da kam dann auch schon die Einladung. Oje! Würde ich als Unwissende auffallen? Als Kuckuckskind, das sich heimlich ins fremde Nest geschlichen hat?

Mittags sollte es einen kleinen ungezwungenen Umtrunk im SLI-Büro geben, das mit dem Radl von mir aus innerhalb von 5 Minuten zu erreichen ist. Sah ich als gute Gelegenheit, sich bei der Mittagshitze mit einem Glas Rosé etwas locker zu trinken und die Leute zu beschnuppern, dann wird der Einstieg am Abend etwas einfacher. So mein Plan. Was soll ich sagen; ich bin anderthalb Stunden geblieben und kam bereits da beschwipst von Sommer, Rosé und so viel Herzlichkeit nach Hause, dass ich mir erst einmal ein hartes Kontrastprogramm suchen musste, um die Zeit bis zum Abend und dem Event bei Bulthaup zu überstehen. Schon das SLI-Büro selbst ist ein Traum, gelegen in einem idyllischen, grünen Hinterhof in Pasing, so liebevoll gestaltet und der Ort von so toller Atmosphäre, dass ich mir in meinen Gedanken nur vorstellen konnte, alle würden werktags bei offenem Fenster und Vogelgezwitscher Liedchen summend an ihren Rechnern sitzen, sich lustige Anekdoten vom Wochenende erzählen, dabei noch Eis schlecken und nebenher ganz locker leicht eine tolle Seite aus dem Ärmel schmeißen. Ah, da würde ich aber auch gern arbeiten! Diese Herzlichkeit des SLI-Teams findet sich auch in ihrem Büro wieder. Nicole, Kati und die Daniels waren wirklich so wunderbare Gastgeber, ich habe mich sofort so gut aufgehoben gefühlt, alles so familiär und herzlich. Dicke Sträuße Sommerblumen, saftige Erdbeeren, kühles leckeres Beerenwasser – Sommer pur! Für jeden ein Gläschen selbst gemachter Erdbeermarmelade und süsse Give-aways… ich war ganz verzaubert!

Am frühen Nachmittag fuhr ich dann heim, sortierte den Kleiderschrank meiner Tochter aus und sah ihr zu, wie sie sich zum ersten Mal im Leben auf ihre noch kleinen zittrigen Beinchen stellte, war dann noch beschwipster vor Liebe und fuhr am späten Nachmittag in den Bulthaup-Showroom in die Herrnstraße um weiterhin auf dieser fluffigen Wolke aus Glück zu schweben und es mir in vollen Zügen gut gehen zu lassen. Und wirklich, was für ein wunderschöner Abend es war! Ich hab’s wirklich so genossen! So viele lustige Gespräche führen und herzliche Menschen kennenlernen, bei denen die Wellenlänge passt und mit denen man Spaß hat und sich so wohl fühlt. Verwöhnt werden, von vorne bis hinten und sich dabei richtig schön treiben lassen. Das Leben kann wirklich so schön sein!

Der Bulthaup-Showroom ist eh ein Augenschmaus. Seit ich während des Architekturstudiums mal eine Uni-Veranstaltung (Haustechnik, oder welches Fach war das noch mal?) in einem dieser Studios hatte, träume ich davon, wenn ich mal groß bin, hole ich mir eine solche Küche. Alles so schick, klar und aufgeräumt, so smart! Wie auch die Gastgeber von Bulthaup selbst. Jennifer Munz vom Bulthaup-Eventmanagement hat uns einen wirklich unvergesslichen Abend gezaubert. Eingeleitet wurde er mit erfrischenden Kaltgetränken und Sektempfang, ging dann über in einen kreativen Teil, bei dem wir zusammen mit der Floristin Claudia Reitinger süße Blumenkränze für’s Handgelenk banden und uns wie kleine Hippie-Mädchen fühlen durften, und gipfelte in einer tollen kulinarischen Reise ans Mittelmeer! Alexandra Bianchi und Pierpaolo Puddu von Miaterra Sardinien haben uns mit ihren mediterranen Köstlichkeiten und Ihrer Liebe zur Mittelmeerküche total verwöhnt! Anti-Pasti, gebratene Maultaschen (wie auch immer die auf italienisch heissen), gegrillter Fisch, leckerer leichter Weißwein –  unheimlich lecker war es! Dazu die wirklich tolle Tischdekoration und die Location… Ich hatte echt bisschen Pipi in den Augen, als ich mich vor Eröffnung des Buffets zu den Tischen schlich, um ein paar schöne Bilder von Deko und Koch am Herd zu machen. Ab und an mal so richtig von vorne bis hinten verwöhnt zu werden fühlt sich so gut an, absoluter Traum!

Dieser tolle Tag war wie ein unheimlich schöner Sommertrip und der Abend endete dann auch, wie ein solcher Abend gebührend zu enden hat: betrunken von gutem Wein und toller Stimmung, mit lieben neuen Bekanntschaften. Und mit einer Aspirin zum Morgenkaffee!

 

Eindrücke vom Umtrunk im wunderschönen SoLebIch-Büro – Danke für den wundervollen Tag, liebe Nicole, Kati und Daniels!

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SoLebIch@Bulthaup Sommerfest im Bulthaup-Showroom Herrnstraße München

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stadt.bude favorites! Summera von Shapes

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Architektur- und Designveranstaltungen in schicken Showrooms sind von mir stets willkommene „Fortbildungsmöglichkeiten“, bei denen man tolle neue Produkte bewundern kann, interessanten Vorträgen lauscht, Leute trifft und sich in ungezwungener Atmosphäre austauschen kann. Auch nicht ganz unbedeutend für einen gelungenen Abend im Showroom: sich mit befreundeten Kollegen auf die mit Prosecco beladenen Servicekräfte stürzen und leckere Häppchen mampfen – Stimmung erhöht sich noch einmal deutlich!

Als vor einigen Wochen  dann eine sehr schicke Einladung von Shapes GmbH in meinem Briefkasten (mein echter Briefkasten! Kein E-Mail-Fach!) landete, mit der sie zur Präsentation ihrer neuen Leuchte einluden, sah ich die Gelegenheit gekommen, mal wieder ohne Wickeltasche und Baby aus dem Haus zu gehen und einen gemütlichen Abend mit Freuden zu verbringen und dabei Design zu gucken. Zahlreiche neugegründete Whats-App-Gruppen später musste ich jedoch einsehen, dass Freitag + Sommer eine total doofe Kombination für derartige Veranstaltungen ist und ich wohl würde allein hingehen müssen. Oje, nein! Fand ich gar nicht gut! Denn ich kannte weder die Leute des Showrooms noch andere Gäste und sich ganz souverän an einem Sektglas festhalten und dabei einen total kompetenten Eindruck hinterlassen, obwohl man sich gerade ein bisschen verlassen vorkommt, ist nicht so meine Stärke. Und alleine Proseccobar plündern fällt wohl auch flach, das macht ja einen total erbärmlichen Eindruck! Hahaha.

Aber man muss ab und an ja auch mal aus seiner Komfortzone raus und irgendwie hatte ich auch keine Lust, mich von meinen Empfindlichkeiten beeindrucken zu lassen. Also ging ich hin und kam verliebt wieder! Summera, so eine schicke, schlichte skandinavische Schönheit! Und auch noch preislich in einem durchaus akzeptablen Bereich. Jetzt bin ich drauf und dran Geld auszugeben und das Wohnzimmer umzugestalten. Irgendwann hat man ja auch mal genug von der Ikea-Leuchte Foto. Muss das nur noch dem Mann von der Frau von der stadt.bude erklären.

Die Leuchte Summera, die in einer durchaus sportlichen Zeit von drei Monaten vom Münchner Büro Phoenix Design in Zusammenarbeit mit Rasmus Pagaard von Shapes entworfen und in Deutschland produziert wurde, zeichnet sich durch ihre schlichte nordische Eleganz aus. „Moderner Klassiker“, „Modularität“ und „Industrial Design“ waren die Schlagwörter des Abends. Rasmus Pagaard und Bernd Eigenstetter von Phoenix Design haben sie uns genauer vorgestellt. Das sei jetzt hier mal zusammengefasst:

Der Schirm in drei verschiedenen Größen (Small = 175 mm, Medium = 260 mm, Large = 400 mm Durchmesser) aus Alu in einer zeitlosen Glockenform in den Lackierungen schwarz oder weiss, matt oder glossy. Die Schirminnenseite, Baldachin und Zylinder in Palladium Silber, gold oder rosé-gold (mein Liebling!), Kabelummantelung in schwarz, weiß oder rot. Das sind die theoretischen Fakten. In der Praxis ergeben sich dadurch eine Vielzahl toller Farbkombinationen. Da die Leuchte auch oben zum Zylinder hin offen ist und eine transparente Plexiglasscheibe diesen umgibt, strahlt das Licht nicht nur nach unten, sondern auch nach oben zur Decke und umspielt sehr hübsch den Zylinder. Über die Gestaltung des Leuchtenschirms hinaus wurden sich auch zur Kabelführung entlang des Zylinders und zum Baldachin besondere Gedanken gemacht. Der Baldachin, dieses optisch lästige Ding, das direkt an der Decke montiert wird, kann in den meisten Fällen nicht mit besonderer Schönheit glänzen. Bei der Summera besteht dieser aber aus dem selben Metall wie der Zylinder und lässt sich durch kleine Magnete unsichtbar und super schnell an der Unterkonstruktion befestigen. Irgendwie lässt sich auch nicht verstehen, warum dem Ding bisher so wenig Beachtung geschenkt wurde. Steckbare Verbindungen und einfache Montage waren für Shapes ein großes Anliegen – quasi ein Geschenk an alle Elektriker und Monteure – und machen die Handhabung der Leuchte auch wirklich kinderleicht.

Alle, die plötzliche ebenso das Bedürfnis haben, sich der alten Leuchten zu entledigen, Shapes findet Ihr am Salvatorplatz 3 in München oder online unter http://www.shapes.info. Die Leuchten liegen bei Small 190 EUR, Medium 260 EUR und Large 470 EUR zuzüglich Mwst. Die unterstehenden Renderings wurden mir freundlicher Weise von Julie Hansen (Shapes GmbH) zur Verfügung gestellt und von Phoenix erarbeitet.

 

Präsentation Summera – Shapes Salvatorplatz 3 München, Renderings Phoenix Design München, Fotos stadt.bude

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Kein Respekt vor alten Meistern

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So eine Wohnung wächst ja mit. Also, der Inhalt zumindest! Und der wächst und wächst, bis man meint, gleich würde die Wohnung platzen. Oder man selbst. Weil man so in Rage gerät. Irgendwie passt dann nichts mehr rein und auch nichts mehr zueinander. Dann kann man mal aussortieren oder umziehen (nur dummer Weise ist umziehen mühselig und aussortieren ist auch dabei unumgänglich).

Ich schiebe die Dinge dann gern von A nach B und dann wieder nach C. Und sage Sachen wie „Schatz, gehst du in den Keller? Kannst du da bitte das Dingsbums mit hinunter nehmen?“ Und so wächst auch der Keller und wächst und wächst. Und irgendwann ist der Schatz genervt und man ist gezwungen ein paar Teile zu verschenken, bei eBay zu verhökern oder Schatz ist gezwungen  zum Werkstoffhof zu fahren.

Also, wenn der Keller quasi die Hölle für ausrangierte Teile ist, dann haben wir noch einen „Vorhof zur Hölle“. Das wäre dann unsere sehr große Dachterrasse, die sich einmal komplett um die Wohnung zieht. Im Bereich vorm Wohnzimmer ist sie breit und groß, ansonsten nur ca. ein Meter tief. Alles was dann also innerhalb der Wohnung einmal von A nach B und später nach C geschoben wurde und schließlich auch bei C einfach noch nervt, wir dann nach D – wie Dachterrasse –  geschoben. Und wenn dann der Frühling kommt, die nächste Grillparty ansteht oder man sich zum dritten Mal das Schienbein an dem Dingsbums aufgeschrammt hat, weil’s so eng ist bei einem Meter Tiefe, dann kommt es nach K, in den Keller!

So ein Dingsbums, das einfach nicht mehr rein passte, vor allem farblich, war der Masters Chair von Philippe Starck. Der wanderte von A nach B und stand schließlich, was für eine Schande(!), auf der Dachterrasse. Mir tat es einerseits sehr leid und ich war bis gestern auch drauf und dran ihn im Netz zu verkaufen. Sein Senfton gefiel mir eigentlich sehr gut, nur leider nicht zu unseren Möbeln.

Manchmal hat man dann aus dem Blauen heraus ganz komische Ideen. Und ich dachte: „Das Ding gefällt dir ja. Nur die Farbe… Mach’s doch einfach anderes, lackier‘ den doch um!“ Und während dieser Blitz durch meinen Kopf zuckte, verkrampfte sich zeitgleich mein Magen. „Bist du bekloppt! Das kannste doch nicht machen! Wenn der Herr Starck den in einer Farbe, die dir so im Kopf herumspukt, toll gefunden hätte, dann hätte er den auch so gemacht. Masters Chair! Kein Respekt vor alten Meistern!“

Irgendwann dachte ich aber wieder: „Nee! Is‘ mir jetzt aber auch mal egal, wer den entworfen hat und in welcher Farbe. Scheiß auf diese dämliche Ehrfurcht! Dieses verkrampfte Möbelgetue ist ja irgendwann auch nicht mehr feierlich. Jetzt holste Dir eine Farbe besprühst das Ding und gut ist. Sieht bestimmt mega aus dann!“

Und was soll ich sagen?! Es sieht mega aus! (Super schöne Sprühfarben für Innen und Aussen gibt’s von Edding – Koralle wurde es bei mir) Ein Platz hat das Ding nun auch wieder, an meinem kleinen Schreibtisch. Eigentlich war der Stuhl für’s Kinderzimmer meiner Tochter vorgesehen, aber nun finde ich ihn doch so cool, dass er erstmal weiterhin „meiner“ bleibt!

 

Masters Chair Make-over mit Edding permanent spray corall

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Pralle Pracht

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Was’n das schon wieder für’n Sommer?! Also, wird das noch mal was?! Das Münchener Wetter hat sich eher für „Weltuntergang“ entschieden als für „Sommerfest“. Und das hält wohl erstmal an. Spielverderber!

Ein bisschen Sommer hab‘ ich uns aber ins Wohnzimmer retten können, einfach in Form wunderschöner, duftender Blumensträuße. Wegen des anhaltenden Regens lassen die großen, prallen Rosenblüten auf der Dachterrasse müde und schwer ihre Köpfe hängen. Also renne ich fast täglich mit Gartenschere bewaffnet nach draußen, um sie von ihrem Leid zu erlösen. Schwups, ab der Kopf!

Und da das Schnippeln mit der Gartenschere so Spaß macht und so eine Rosenblüte allein im Glas immer etwas aufschneiderisch daher kommt, renne ich und kille auch gleich noch Thymian, Blutampfer und Minze. Denn wie ich feststellen konnte, lassen die sich herrlich zu Rosen und Pfingstrosen kombinieren und geben den Sträußen eine gewisse wilde Opulenz. Gerade die zarten Rosé-Töne der Thymianblüte und das kräftige Rot des Blutampferstängels fügen sich herrlich schön zu den rosafarbenen Blüten der Blumen.

Also, man beachte: Das, was da so schön auf der Fensterbank grünt, macht sich nicht nur im Salat gut. Kann man auch mal zu einem Stimmungsaufheller aka Sommersträußchen verarbeiten. Verteilt auf mehrere verschieden große Gläser und Vasen zieht auch gleich ein bisschen rebellische Unangepasstheit mit ein. Rock ’n Roll!

 

Und während der Sommer draußen noch einen auf Dramaqueen macht, machen wir es uns drinnen mit den herrlichen Blumensträußen schön. Hier 5 einfache Tipps für herrliche Blütenpracht:

1) Die Rosen vom Balkon lassen vor lauter Regen schwer ihre Köpfe hängen. Manchmal drohen sie gar abzubrechen. Ihre dicken Blüten bilden eine tolle Basis für unsere Sommersträuße. Also, Gartenschere her und ab damit! Wenigstens ein paar Köpfe müssen rollen. Toll machen sich auch Pfingstrosen aus dem Garten oder jede andere dicke Blüte!

2) Feine Kräuter schmecken nicht nur dem Gaumen, sondern auch dem Auge. Kombiniere sie fröhlich und frei zu den großen Blumenblüten! Im Blumenkasten auf dem Balkon oder im Garten sprießen sie besonders gut und nehmen teilweise ungeahnte Ausmaße an. Ihre Zweige eigenen sich besonders gut, um unsere Sträuße aufzupeppen.

3) Besonders schön werden die Sträuße, wenn die Farben der Blumenblüten aufgegriffen werden können. Zu den rosafarbenen Rosenblüten und Pfingstrosen passen zum Beispiel Thymianzweige mit ihren zarten Blüten, Blutampfer mit den kräftig roten Stängeln und Minze besonders gut. So entstehen wild romantische Sträuße – wunderschön, einfach und kostengünstig.

4) Um noch etwas mehr Lebendigkeit auf den Tisch zu zaubern, arrangiere mehrere lockere Sträußchen. Platziere sie ihn schlichten Gefäßen unterschiedlicher Form und Größe. Hier bieten sich einfach Flaschen, Gläser oder schlichte Vasen an. Schnell schaffst du einen fröhlichen Eyecatcher, der Sommerlaune ins Haus bringt und noch dazu herrlich duftet!

5) Eingeschlagen in zartes Skizzenpapier oder rustikales Packpapier, verziert mit buntem Tasking-Tape wird das Sträußchen auch zu einem wunderschönen, liebevollen Mitbringsel, das mit jedem Floristengebinde locker mithalten kann. Ein schöner Sommergruß für Oma, Schwester, beste Freundin…

 

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Umhüllt mit Packpapier oder einem Streifen Skizzenrolle, gepimpt mit bisschen Tasking-Tape stiehlt das Sträußchen jedem biederen Floristengebinde die Show

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Kinder, wie die Zeit vergeht!

Die kleine Madame wächst, lernt und entdeckt die Welt und ist in drei Wochen schon ein halbes Jahr alt! Und wie allen Eltern vor mir, so ergeht es nun auch mir, das ewige Blabla – ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne sie war. Hihihi… Ach, wie habe ich es gehasst, dieses „Es ist das schönste auf der Welt. Man kann sich das vorher nicht vorstellen. Lasst euch bloß nicht zu lange Zeit!“ Und, wie es kommen musste, hatten sie alle Recht! Trotzdem, das Leben war auch vorher sehr schön. Und meine früheren Gedanken „Anfang 30 und noch kein Bock auf Kinder“ bereue ich nicht. Alles zu seiner Zeit, bloß nicht von außen stressen lassen. Der Bauch gibt den Ton an. (Nachtrag: Trotzdem gibt es schon ab und an diesen wehmütigen Gedanken: Hätte ich 10 oder auch nur 5 Jahre früher angefangen, dürfte ich auch 5 oder 10 Jahre mehr meines Lebens mit ihr teilen! Sie – und vielleicht meine zukünftigen Enkel – ein paar Jahre länger begleiten.)

Naja, nun fliegt die Zeit also dahin und das Leben von noch vor einem halben Jahr ist auf einmal so unvorstellbar weit weg und trotzdem ist irgendwie doch alles beim Alten. Es dreht sich nicht die ganze Welt plötzlich nur um das Kind, aber eigentlich natürlich doch. Eigentlich können wir doch alles machen, wie immer, nur eben irgendwie oft ein bisschen anders.

Ach ja, unsere Wohnung wurde natürlich bisschen umgestaltet. Babyhaushalt – unverkennbar! Selbst gehäkelte Stofftierchen und Teppiche, genähter Himmel für’s Bettchen und neue Wanddeko. Und ein guter Bekannter zeigt mal wieder, wie wandelbar er ist. Aus dem alten Küchenschrank, der bereits ein zweites Leben als Schreibtisch feiern konnte, ist nun ein Wickeltisch geworden. Siehst du, wenn du willst, kannst du alles haben. Wenn du willst, bin ich gar kein alter Küchenschrank, sondern eine Wickelauflage…

So, in der Zwischenzeit hat meine Tochter mein Dekolletee vollgesabbert. Während ich schreibe schlummert sie auf meinem Bauch. Wie gesagt, alles wie immer. Nur ein bisschen anders.

 

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Dann müssen wir halt enger zusammenrücken

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So, wieder eine Menge Zeit ins Land gegangen. Mittlerweile hat sogar ein neues Jahr begonnen (in diesem Sinne noch „gesundes Neues!“). Viel passiert die letzten Monate – eng geworden ist es in der stadt.bude! Ein neuer Bewohner hat sich vor knapp vier Monaten dazu gesellt. Zahlt zwar keine Miete, aber ist trotzdem der absolute Liebling des Hauses. Nun heißt es für alle (Papa, Mama, Kater) enger zusammenrücken, die Motte braucht Platz!

Da wir unsere Wohnung und unsere schöne Gegend lieben, die Miete für 2Zimmer/Küche/Bad aber durchaus als happig bezeichnet werden kann, werden wir uns räumlich erst einmal nicht vergrößern. Muss man halt sehen, wie man zurecht kommt. Andere schaffen das doch auch, oder?! Wird schon klappen. Auf jeden Fall ist es eine Herausforderung, aber eine schöne. Muss man doch wieder aussortieren und mal überlegen, was wirklich wichtig ist. Kann man sich ein bisschen den Kopf zerbrechen und an kreativen Lösungen tüfteln – leben, arbeiten, Mama, Papa, Kind.

Ausserdem stellt man sich gezwungener Maßen die Frage, was so ein kleiner Wurm tatsächlich alles braucht, um glücklich zu sein und prächtig zu gedeihen. Das Babyangebot scheint unendlich in unserer materiell-orintierten Leistungsgesellschaft, wo schon den kleinsten der Weg zum großen Erfolg perfekt geebnet sein soll und die Marke des ökologischen Babybreis Indikator für eine glückliche Kindheit zu sein scheint. Wie bei so vielem viel heiße Luft, hysterisch ausgestossen von übermotivierten Helikoptermüttern. Babywanne, Windeleimer, Stillkissen und Babywippe? Oh No! Schnickschnack, Staubfänger, hippes Baby-Accessoire! Dachte ich zu Beginn bei so gut wie allem! Da genügt doch Luft und Liebe, oder?!

Nach und nach sind sie teilweise dann aber doch bei uns eingezogen – BabyBjörn und Nonomo. Erst wehrte ich mich noch, dann gab ich nach. Denn unerfahren und störrisch wie ich war/bin, hatte ich anfangs nicht wahrhaben wollen, dass so mancher Platzfresser einem doch entspannte Minuten am Frühstückstisch schenken kann. Während das Kind fröhlich glucksend vor sich hin wippt, können Mama und Papa einen heißen(!) Kaffee genießen.

Trotzdem! Nicht alles, was so mancher SuperMama-Blog oder manche Eltern-Zeitschrift als absolute, pädagogisch unabdingbare Notwendigkeit verschreit, ist es tatsächlich Wert in unseren Familienhaushalt aufgenommen zu werden. Ich kann auf so vieles gern verzichten, auch auf die Gefahr hin, dass unsere Tochter im zarten Alter von fünf nicht das Alphabet in Mandarin wird rückwärts aufsagen können, weil ich ihrer frühkindlichen Förderung nicht angemessen nachgekommen bin.

Momentan befinde ich mich eh in einer Zwickmühle. Bisher werden sämtliche Babysachen -egal ob Klamotte, Spielzeug oder Möbel- nach Optik bewertet und dann entschieden, ob sie auch in unseren Haushalt passen und demzufolge einziehen dürfen. Was meinem positiven Urteil nicht standhalten kann, hat verloren! Wie gesagt, unsere Wohnung ist klein. Da können wir es uns nicht leisten, hässlichen Schund einziehen zu lassen. Ich bin auch nicht der Meinung, dass sie kunterbunt wie ein Kindergarten aussehen muss, nur weil ein Kind darin lebt. Wenn schon unbedingt Früherziehung, dann gerne in puncto Design und Ästhetik! Kann aber wahrscheinlich nicht auf ewig konsequent so weitergeführt werden. Irgendwann geht’s ja dann doch mal um das praktische und funktionelle. Und wenn dann so ein eigener Zwerg auch mal Mitspracherecht hat, gelten eh neue Maßstäbe. Außerdem möchte ich natürlich nicht in die Falle tappen und unsere Tochter nur mit überflüssigem, aber totaaaal hippem Babykrams zuschütten. Weil’s so toll zur Einrichtung passt! Alles nur Fairtrade und mit Liebe handgemacht! Und pädagogisch wertvoll und weil’s alle tollen SuperMamas haben, von Prenzlberg bis Schwabing. Arrrghhh… wie gesagt! Es ist eine Zwickmühle!

 

Urlaub dahoam

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Urlaubszeit! Da fahren und fliegen sie nun alle dahin. Drei Wochen Bali, Brasilien, Bulgarien.

Doch der eigene Urlaub schreit eher nach Balkonien als nach Bali. Weil in diesem Jahr andere Dinge wichtig sind und die Ersparnisse nicht für großes Halligalli oder Expeditionen ans andere Ende der Welt drauf gehen können. Und weil die freien Tage auch für Erledigungen herhalten müssen, für die sonst wieder die Zeit fehlt. Ein Kurztrip muss also reichen und ansonsten heißt es „Urlaub dahoam“!

Klingt so schrecklich bemitleidenswert? – Tja, ist es aber gar nicht!

Wenn man sich nur darauf einlässt, ist es wie damals in den großen Ferien. Totale Freiheit! Erst recht bei diesem genialen Sommer, der Hitze, Hitze, Hitze mit sich bringt. Einfach nur laufen lassen. Der Kopf frei von Gedanken, träge und ohne Erwartung. Treiben lassen im hier und jetzt, schauen, worauf man so Lust hat und ob überhaupt. Keine Verpflichtung, kein Freizeitstress, kein „Müssen-wir-unbedingt-gesehen-und-gemacht-haben“. Schlafen, so lange man will. Ausgedehntes Frühstücken im Freien. Morgens allein ausserhalb von München an der Isar liegen und sich mit der kalten Strömung treiben lassen. Und wieder erfrischt nach Hause fahren, wenn die ersten ihre Grills anschleppen. Bis spät in die Nacht in Cafés abhängen, ohne dieses „Bääähhhh-Morgen-wieder-zeitig-raus-Gefühl“. Den eigenen Radieschen beim Wachsen zusehen und die erste leckere Ernte genießen. Ohne Ziel durch die Gegend radeln, zwischendrin baden gehen und die Seele baumeln lassen. Einfach nur abgammeln und all die Bücher lesen, die schon so lange auf einen warten. Die Zeit träge und faul dahin laufen lassen. Unter der Woche bis tief in die Nacht mit Freunden grillen und endlich wieder eigene Knoblauchbutter und leckeres Essen vorbereiten. Bei Bullenhitze im Freien schlafen. Und zum Frühstück, Mittag und Abend Wassereis essen.

 

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