What the F*** ?!

What the F1

Ich gebe mich zu erkennen: Ich bin Besitzerin von Hausschuhen! Dicke Filzlatschen! Da ich aber passionierte Barfußläuferin bin, ziehe ich sie eher selten an. Wenn der Müll mal wieder raus muss zum Beispiel. Oder wenn ich schnell in den Keller flitzen will. Da sind die Dinger dann praktisch, werden einfach nur schnell übergezogen. Theoretisch spart das Zeit. Theoretisch!!!

In der Praxis sieht das etwas anders aus, denn ich bin jedes Mal länger mit Suchen meiner Hausschuhe beschäftigt als eine ganze Kindergartengruppe beim Schnüren von Stiefeln benötigt. Sobald ich nämlich von meinen Ausflügen in den Keller zurückgekehrt bin, kicke ich sie in die nächste Ecke und verstecke sie vor den Blicken Fremder. Die Dinger sind nämlich doof, altmodisch und furchtbar spießig. Keiner soll wissen, dass ich sie besitze. Nicht die Freunde, die zu Besuch kommen und auch nicht der DHL-Mann.

Und jetzt sind sie weg, die Latschen! Und ich habe keine Ahnung, wo genau sie sich befinden. Schuhschrank wurde mehrfach abgesucht, die Ecken hinter den Türen und auch der Raum unterm Bett. Sie sind nicht auffindbar und ich kann auch nicht mehr ganz nachvollziehen, wann ich sie das letzte Mal gesehen habe.

In Einrichtungsblogs werden täglich stolz Bilder von Wohnungen, Deko und Möbeln hochgeladen – drappiert und in Szene gesetzt. Lieblingsstücke werden präsentiert, Designklassiker gelobt. Und wo bitte sind die Hausschuhe? Verständlicher Weise sicher schnell versteckt. Aber findet sich nicht in jeder Wohnung so ein häßliches, schreckliches Teil, auf das man nicht verzichten möchte, das man vor den Augen der Öffentlichkeit aber verbirgt? Weil’s nicht zum Style der Wohnung passt, weil’s totaaal uncool ist und weil man sich irgendwie auch schämt. Weil man Angst hat, dass jeder Besucher beim Anblick innerlich aufschreit: „What the fuck…?!“

Aber eigentlich fände ich’s sehr spannend zu erfahren, was sich in fremden Ecken und Schränken versteckt und was schnell weggeräumt werden muss, sobald sich Besuch ankündigt. Quasi eine Gegenbewegung zu den schicken Einrichtungs-Blogs. Ein Sammelsurium an Dingen, die man liebt und schätzt, die sich aber eigentlich nicht so richtig gut machen im äußeren Erscheinungsbild einer durchgestylten Wohnung.

Also? Zeit für ein Outing! Was verbirgt sich in deinen geheimen Ecken? Freiwillige vor!

What the F2

 

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stadt.bude favorites 05/14 – Johnny Catch

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Zisch… Pling! Beim Anblick des neuen stadt.bude-favorite bekommt man gleich tierischen Durst auf ein kühles Blondes!

Johnny Catch heißt das kleine Helferlein, dass gerade jetzt im Hochsommer gute Dienste erweist. Wer kennt nicht das alte Problem: Beim Grillen gemütlich eine Molle zischen, doch wohin mit dem Kronkorken? Irgendwann findet man sie wieder, zwischen Blumenkästen und Grillbesteck oder sie bohren sich ins Fleisch des eigenen Hackens, während man mit nackten Füssen über den Balkon springt.

Ab heute gehören zumindest diese kleinen Probleme der Vergangenheit an, denn Johnny Catch sorgt für Ordnung! Der Öffner aus gebürstetem Edelstahl knackt jede Nuss und die Kronkorken finden allein ihren Weg zur Sammelstelle.

Zwei Ausführungen sind erhältlich:

a) Johnny Catch Cup mit Kunststoffbecher. Beim Öffnen der Flasche plumpst der Kronkorken automatisch in den Becher, der dann einfach – irgendwann mal – ausgeleert werden muss. Alles wird ordentlich gesammelt. Wer übereifrig ist, kann also auch noch ohne Probleme den Müll nach Rohstoffen sortieren.

b) Johnny Catch Magnet. Gleiches Prinzip, nur dass nicht der Becher, sondern ein ultra-starker Magnet die Kronkorken auffängt. 20 Stück fasst das Ding, dann wird’s eng auf dem Edelstahlbügel.

Es wäre also vom persönlichen Bier- und Brausekonsum bzw der Größe der WG-Parties abhängig, ob Johnny Catch Cup oder Magnet der neue Mitbewohner werden soll. Super praktisch sind sie beide. Und irgendwie macht es auch verdammt viel Spaß dem Öffnen der Flaschen zuzusehen. Im Video könnt ihr’s sehen. Es sei also die kleine Warnung ausgesprochen: Unter Umständen führt Johnny Catch zum übermässigen Konsum alkoholischer Getränke!

Ach ja: Erhältlich unter http://www.johnny-catch.com ;)

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catch the moment

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Es gibt so Momente, in denen einem die leise Ahnung erfaßt, es könnte einem was entgleiten, wenn man sich nicht kümmert. Zum Beispiel all die schönen flüchtigen Bilder, die vollen Momente und kleinen Träume, die man einzufangen verpaßt, weil man sich seiner Kamera so schrecklich selten bedient. Weil die große zu schwer und klobig ist und nicht immer mitgeschleppt werden kann und ein noch so tolles, buntes Telefon zugegebener Maßen trotz Instgram keine wirkliche Kamera ersetzen kann und überhaupt, weil man durch den Alltag hetzt und bequem wird. Und plötzlich erkennt man es und denkt sich „Oh nein, das darf nicht sein! Festhalten!!!“ Denn sind nicht die verpaßten Bildern voller Träume auch irgendwie die eigenen Träume, die sich gerade zu verflüchtigen scheinen, weil man sich nicht mehr um sie kümmert?

In dieser Woche durfte ich mich an diesen wunderbaren Bildern meines alten Freundes Jens Notroff erfreuen, die  in mir dieses „Paß-auf-da-war-doch-noch-was-das-du-gerne-tun-wolltest-und-so-lange-vernachlässigt-hast-Gefühl“ aufschreien ließen. Als Archäologe kommt der Mann viel rum und ist vor allem im Nahen Osten und in Nordeuropa unterwegs. Auf seinem Blog  www.lettersfromthefield.com gibt er Einblicke in fremde Welten und Alltag anderer Kulturen, in spannenden Bildern festgehalten.

Die aktuellsten und hier gewählten Fotos aus seinem flickr-Album street life sind in Urfa/Türkei und in Berlin, seiner Heimatstadt, entstanden und geben authentisches Alltagsleben wieder. In beiden Städten geschäftiges Treiben, das aber unterschiedlicher kaum sein kann!

Marktgeschäft, flirrende Mittagshitze, stolze, lachende Herren mit faltigem, sonnengegerbtem Gesicht. Automatisch addiert man die Geräusche und Gerüche hinzu: Süssliches Fleisch in der Mittagshitze, Kräuter und Gewürze. Aufgeregtes, lautes Stimmengewirr, hier und da durchbrochen von Lachen und Geschrei. Quietschende U-Bahn-Räder, klappernde Schuhe auf von  Sommersonne erhitztem Granitsteinpflaster, Lautsprecherdurchsagen, die angenehme Kühle des Bahnhofgebäudes und Uringeruch. Vielleicht ist es gerade dieser Kontrast der Bilder, der aufhorchen und aufschreien läßt? „Vorsicht, wir könnten was verpaßen!“

Ich für meinen Teil versuche dem entgegenzuwirken und meinen kleinen Leidenschaften wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nach kurzer über Facebook abgehaltener Kamera-Beratungsstunde mit dem hier vorgestellten Fotografen habe ich seoben ein neues, kompakteres Modell bestellt. In Zukunft gibt’s also keine Ausreden mehr und viele neue Bilder meinerseits werden hoffentlich in Kürze folgen! (Jens, es wurde die kleine Schwester! :) )

In diesem Sinne: Catch the moment!

 

Urfa/Türkei – alle Bilder Jens Notroff,  http://about.me/jens.notroff, http://www.vagabondslog.com

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Berlin – alle Bilder Jens Notroff,  http://about.me/jens.notroff, http://www.lettersfromthefield.com

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stadt.bude favorites 04/14 – KAAL cableclip

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stadt.bude favorites gab’s ja nun schon länger nicht mehr. Es wird also endlich mal wieder Zeit Dir ein neues Lieblingsstück vorzustellen, das super praktisch und dabei noch super schick darauf wartet in Deine Stadtbude einzuziehen! Also aufgepaßt!

Es gibt ja nun auch Lieblingsstücke unter den Lieblingsstücken. Der KAAL Cableclips wäre so ein Ding, das mir besonders am Herzen liegt. Klein, handlich, preiswert (nicht selten auch Auswahlkriterium ;)  ) und dabei ohne Ende praktisch! Macht aus lästigem Kabelsalat eine aufgeräumte Angelegenheit! Einfach an die Tischplatte klipsen und es rutscht nix mehr vom Tisch runter und reißt kein magnetischer Stecker mehr ungefragt aus’m MacBook. Auch zeigt sich wieder mal, dass gute Ideen und gutes Design nicht viel Aufregung benötigen, sondern – ganz im Gegenteil – sich in Klarheit und Einfachheit ausdrücken.

Die Designer von KAAL aus München, Katharina Korinth und Alexander Rehn, arbeiten mit klaren Formen und bewährten Materialien und schaffen durch moderne Verfahren wie Laser-Cutting oder 3D-Druckverfahren alltagstaugliche Produkte, die Ordnung ins kleine Chaos bringen. Zu bestellen sind diese für kleines Geld im hauseigenen Online-Shop unter http://www.kaal-products.com

Wie immer gibt es einen ersten kleinen Einblick (diesmal sogar in Bild und Ton) auf dieser Seite. Also, keine Ausreden mehr für das Chaos auf’m Schreibtisch!

Schönes Wochenende!

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