Meins! – Monday makes my home! Lektion 1

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Alles auf Start! Es geht los! Ab jetzt, jeden Montag! Jaaaaa…! Moooontag! Das ist der Tag nach Sonntag, auf den sich keiner so richtig freuen mag. In Zukunft gibt es aber einen Grund, dem Montag gut gelaunt entgegen zu treten! Denn der Montag macht ab heute dein Zuhause schön!

Zum Wochenstart gibt’s von nun in der stadt.bude immer Tipps, Tricks und Kniffs, wie aus deiner meldepflichtigen Adresse ein Zuhause wird! Nicht irgend eins natürlich, sondern DEINS! Und wir starten mit…

Lektion 1: Meins!

Bevor wir aber gleich anfangen Möbel zu rücken, Wände zu streichen und Kissen aufzuschütteln, müssen wir uns erst einmal mit dem auseinander setzen, was wir als gegeben vorfinden. Oft scheint das auf den ersten Blick nicht das Traumschloss zu sein und leichte Unzufriedenheit stößt einem auf. Das Bad hat kein Fenster, die Kochzeile ist gefühlt kürzer als die Puppenküche aus Kindertagen und im Wohnzimmer steht das Klappsofa, das all abendlich zum Schlafplatz umgebaut werden muss.

Okay, zugegeben, man kann’s auch bisschen unkomplizierter haben! Aber, bitte! – unkompliziert, wer will das schon?! Wächst man nicht mit seinen Aufgaben? Es wird also Zeit den Tatsachen ins Gesicht zu sehen und mal die Vorteile in den Vordergrund zu stellen.

1) Kleine Wohnungen sind effizient und ressourcenschonend! – Das schätzen wir!

Denn das ist gut für den Geldbeutel! Kleine Wohnung heißt weniger Ausgaben für Miete, Nebenkosten, Möbel und all den anderen Krimskrams, den man gern bei zu viel Platz anhortet. Kann man doch nur super finden! Zudem haben wir auch mehr Zeit! Weniger Putzen, weniger Suchen, weniger Laufen. Geringerer Energiebedarf aufgrund geringerer Fläche bedeutet ausserdem weniger Belastung für die Natur. Und weniger Müllproduktion! Man mag darüber nicht immer nachdenken, aber eigentlich ist es ja doch ganz schön, sich ökologisch orientiert zu wissen. Jajaja, das kann man in der heutigen Zeit auch wirklich gut verkaufen, auch sich selbst gegenüber. Grün denken zählt schließlich zum hip-sein dazu. Wer will sich schon vorwerfen lassen ignorant und ohne Verantwortungssinn durch’s Leben zu schreiten? Das verzeiht einem heute doch keiner mehr!

2) Kleine Wohnungen fördern die Kreativität! – Das brauchen wir!

Wohnen, Schlafen, Arbeitszimmer, Küche auf 15 qm… pfffff! Kann doch jeder! Wir suchen unkonventionelle Lösungen. Da muss man sich schon ein bisschen was einfallen lassen. Aber das macht Spaß, macht glücklich, macht frei. Nicht immer der gleiche Einheitsbrei. Bei der Erstbegehung durch Freunde klingt „Man, das hast du ja echt genial umgesetzt“ wesentlich besser als „Und hier das Arbeitszimmer!“ Es macht stolz, wenn man’s drauf hat, aus wenig viel raus zu holen und dafür die Anerkennung der anderen zu ernten. So bisschen Ego-schmeicheln ist ja auch was feines. Und die Einzigartigkeit der eigenen vier Wände sowieso.

3) Kleine Wohnung haben Individualität! – Das wollen wir!

Letztlich führen kreative Lösungen zu mehr Individualität. „Das ist meins, das hat nicht jeder!“ ist ein schönes Gefühl. Das macht glücklich, stolz, zufrieden und ermöglicht es, sich mit einem besonderen Ort auch besonders zu identifizieren. „Mein Zuhause!“ Das bedeutet Rückzug, Zuflucht, Sicherheit, Ankommen. Einen für den Rest der Welt unantastbaren Raum zu haben, wo man abschalten, durchatmen und auftanken kann, das ist doch schließlich das Wichtigste!

4) Kleine Wohnungen bedeuten Abenteuer! – Das lieben wir!

Um nun also alles auf den Punkt zu bringen, kleine Wohnungen sind Abenteuer! Kleine Inseln im Meer der großen Stadt. Voll mit Lust am Leben, Spannung und Inspiration. Was will man mehr? Also, bitte reinspringen und abtauchen!

Und nächste Woche beim MMMH: Mix it, baby! Viele Funktionen auf kleinem Raum.

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Gefährliche Grauzone

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Meine Entrümpelungsaktionen schleppen sich zäh. Aber ich bleibe dran, habe ich doch beschlossen für Ordnung in meinem Leben und in meinen eigenen vier Wänden zu sorgen. Wer jetzt allerdings meint, das Aussortieren von 20 Jahre alten Schulbüchern, altmodischen Schlittschuhen und Elektroschrott („Ähhh, stimmt ja! Das Handy hatte ich ja auch mal“) haben eine allein klärende Wirkung, der irrt!

In dem Moment, wo Wohnung und Keller auf links gedreht werden, müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Ich teile meinen Besitz dann in drei Kategorien: „Auf keinen Fall wegwerfen! Unbedingt behalten!“ Sollten sich Gegenstände dieser Kategorie im Keller befinden, denke ich schlagartig darüber nach, ob sie es nicht gar verdient hätten wieder nach oben in die Wohnung befördert zu werden. Ein Upgrade in jeglichem Sinne also! Doch davor sollte man sich hüten! Schließlich will man ja entrümpeln.

Dann gibt es die Kategorie „Bloß weg damit!“ Die ist schön, die mag ich! Keine weiteren Fragen, keine Überlegungen. Das macht Spaß!

Und dann die Kategorie „Mist! Ich hab‘ einfach keine Ahnung!“. Die ist fies und niederträchtig! Fallen einem Gegenstände dieser Art vor die Füsse, hat das schlagartig einen lähmenden Prozess auf die gesamte Aufräumaktion! Man schaut frustriert auf den Besitz, läßt unter einem fast lautlosen Säufzer die Schultern sinken und anschliessend seinen gesamten Körper, plumst schwerfällig auf das letzte freie Stück Koffer, Kiste oder Stuhl und starrt erschöpft und überfordert auf das Chaos um einen herum.

Na toll! Ich versuche mich dann schnell aus dem Staub zu machen, geht aber nicht. Also gönne ich mir eine kurze Pause – esse was, schaue fern, lese Zeitschrift. Irgend eine Ablenkung findet sich immer. Dann schleiche ich zurück an den Schauplatz des Verbrechens, raffe alles zusammen und stopfe es wahllos an seinen alten Ort zurück. Die oberflächliche Ordnung wäre wieder hergestellt, um den Rest kümmern wir uns ein andermal!

Nun kommt mir die Überlegung, dass Kategorie 3 nach der letztens von mir erdachten Strategie gar nicht existieren dürfte! Entweder es ist nützlich/ich mag es, dann gehört es zu „Auf keinen Fall wegwerfen! Unbedingt behalten!“ oder es ist bedeutungslos und käme zu „Bloß weg damit!“.

Aber anscheindend ist es nicht so einfach. Was mache ich denn dann mit Mensch-ärger-dich-nicht, Abalone und Outburst? Braucht man die noch? Sind die noch zeitgemäß? Spieleabende! Puuuuhhhhh… dazu fällt mir seit Jahren die Geduld und Stimmung. Ich will lieber quatschen! Aber man weiß ja nie, irgendwann mal, an einem kalten Novemberabend, da hat man vielleicht doch wieder Bock drauf?

Muss ich sie etwa doch akzeptieren, die kleinen Grauzonen in Keller und Schränken? In meinem Leben? Vielleicht doch ein paar davon!

Ein Gefühl wie heißer Kakao…

heißer kakao

Ist das Leben in der Stadt oftmals nur eine Art Provisorium? Geben uns die engen Verhältnisse und die damit verbundenen Situationen das Gefühl von „Warten auf das richtige danach“, auf den nächsten Schritt? Die Vollendung des Ganzen? Das Ankommen in der klassischen Idylle?

Diese Gefühl von „Wartemodus“ produziert es nicht irgendwie eine innere Unruhe, eine kleine Form von Verzweiflung?

Vielleicht sind wir doch tagtäglich nur auf der Suche, spüren die Sehnsucht nach diesem wohligen Gefühl von damals – das Glück, das wir früher fanden in einer heißen Tasse Kakao. Noch klumpig und nicht ganz aufgelöst, gereicht zu Leberwurststulle und Abendnachrichten. Zuhause sein!

Aber vielleicht ist es ja doch da. Nur in all dem Wusel nicht gleich so erkennbar. Weil es leise ist und nicht schreit. Im Gegensatz zu all dem anderen Trubel um uns rum.

Ich bin überzeugt davon, es ist noch da! Neue Lebensformen, neues Umfeld, neue Struktur – alles neu, alles spannend. Aber das alte Gefühl! Nur neu verknüpft? Da sollten wir doch noch einmal genauer reinhören, in unseren Bauch. Auf dieses leichte wohlige Brummen. Wenn es da ist, dann ist das ja quasi „angekommen sein“. Und damit auch kein „Wartemodus“ mehr – trotz Klappcouch und Waschmaschine im Gemeinschaftskeller.

Klar, es sind nicht mehr Mama, Papa und Geschwister, die abends auf uns warten. Kein beschaulicher, in Friede ruhender Esstisch mit Abendessen. Eher ein schneller Snack vorm TV. Aber „da sein“, Zuhause sein! Und zu wissen, dass doch Leute um einen rum sind, mit denen man etwas teilt – die Hausordnung, den Bäcker, den Job, alte Uni-Geschichten – ist das nicht doch auch ein Gefühl wie heißer Kakao!

Sommer vorm Balkon

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Die STADT.BUDE genießt den Sommer auf dem Balkon! Endlich…!

Und sie bereitet sich weiter emsig auf ihren Einzug vor und benötigt dazu eure Hilfe! Also, kurz mal zurücklehnen im Sonnenstuhl und überlegen:

Euer Leben in der Stadt…

…wie sieht es mit eurem Platzbedarf aus? Kommt ihr zurecht auf kleinem Raum? Wie lebt ihr? Zu sechst in der Ü-30-WG? Allein auf 30 qm mit Kanarienvogel und Klavier?

…welche Funktionen müsst ihr auf minimaler Fläche unterbringen und ggf. unkonventionell miteinander kombinieren? Euer Bike steht neben dem Spülbecken in der Küche? Eine alte Kiste ist Couch- und Schreibtisch? Wie könnt ihr euch mit Improvisation auf kleinem Raum arrangieren? Sucht ihr teilweise noch nach kreativen Lösungen? Habt ihr das Gefühl auf ewig in einer Art Studentenbude gefangen zu sein?

…wofür hättet ihr gern mehr Platz? Mehr Stauraum im Flur für Schuhe und Bücher? Platz für ein Aquarium voller Guppies oder einfach nur Opas alter gemütlicher Sessel?

… welche persönlichen Prioritäten habt ihr in Bezug auf euren Wohnraum? Hauptsache das Stammcafé nebenan? Die Nachbarn sind nett? Tür zu und Ruhe?

… trotz aller Enge, das Leben in der Stadt ist effizient und praktisch! Wenn man es genau nimmt, auch ressourcenschonend – kurze Wege, super Infrastruktur und ein gut ausgebautes Verkehrsnetz. Kann unsere Stadt für Nachhaltigkeit und bewusstes Leben stehen? Wie sollte sie sich in euren Augen entwickeln, um ein weiterhin attraktiver Lebensraum zu sein? Urban Gardening für alle? U-Bahn for free? Was reizt euch?

Das alles interessiert die STADT.BUDE ganz dringend. Sie lechzt nach euren Antworten, (auch unter stadt.bude@t-online.de) um sich optimal – euren Wünschen und Interessen entsprechend –  einrichten zu können. Damit ihr in Zukunft auch möglichst oft bei ihr vorbei schaut! Bis dahin zieht sie durch die Stadt und sucht nach den passenden Inhalten für ihre STADT.BUDE!

Genießt den Sommer in der Stadt!