SLI-Sommerfest: Wie ein schöner Sommertrip

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Ach, wieder kaum Zeit gefunden. Ich wollte doch längst schon von meinem wunderschönen Samstag vor einer Woche berichten, denn der war wirklich ein Traum! Wirklich! Das lag nicht allein am wunderschönen Wetter (SOMMERwetter! Yeaaaahhhh!!! Dieser komische Zustand, bei dem man T-Shirts und luftige Kleider tragen kann und sich das Leben so leicht anfühlt), sondern am  SoLebIch-Sommerfest!

Puuuhhhhh… war das schöööön! So schön, dass ich auch nach einer Woche nicht müde werde im Bekanntenkreis davon zu schwärmen und Bilder herumzuzeigen. Fotos von den tollen Locations – dem sooooo schönen SLI-Büro und dem tollen Bulthaup-Showroom -, von der tollen Deko, dem leckeren Essen und den großartigen Gastgebern und Gästen. (Ich verspreche, bis Artikelende keine Vokale und Konsonanten mehr überspitzt in die Länge zu ziehen, um meine Begeisterung zu untermauern)

Kennt Ihr die Wohn-Community SoLebIch? Wenn nicht, müsst Ihr unbedingt mal im Netz vorbeischauen (www.solebich.de). Dort gibt es so viel Schönes zu entdecken, so viele tolle Inspirationen in der Community. Nur mal kurz vorbei schauen, während im Hintergrund noch die Datei lädt, ist da nicht! Man bleibt immer länger kleben und lässt sich ein bisschen forttreiben. Jedes Foto erzählt eine kleine Geschichte, jedes Mitglied öffnet im wahrsten Sinne ein wenig die Tür (und damit auch sein Herz) zu einem wunderschönen Zuhause und lässt uns Gast sein.

Als ich vor einigen Wochen dann auf SoLebIch las, dass noch ein paar Plätze für’s SoLebIch@Bulthaup Sommerfest zu vergeben wären, das am Samstag Abend stattfinden sollte, bewarb ich mich kurzentschlossen einfach mal um einen. Dachte mir noch: „Vielleicht klappt das ja. Ist zwar bisschen blöd, kennste ja keinen da, aber bestimmt wird es nett.“ Dass es „nett“ wird hatte ich mir also zumindest erhofft. Bums, kam auch die Zusage!

Wenn ich meine, „kennste ja keinen da“, dann mein‘ ich das auch so. In meiner Vorstellung war das eine Art Klassentreffen, bei dem sich alle gut kennen und ich fühlte mich fast ein wenig heuchlerisch, mich um einen Platz zu bewerben und nicht viel mehr Infos als „Es gibt eine Nicole und eine Kati, die schreiben da immer“ zu haben. Seit 2013 bin ich in der Community registriert, hatte aber bis vor einigen Wochen seit Monaten keine Bilder mehr hochgeladen, schaute ab und an mal vorbei und dann lange wieder gar nicht. Dann wollte ich mich mal wieder etwas intensiver umsehen und einbringen und da kam dann auch schon die Einladung. Oje! Würde ich als Unwissende auffallen? Als Kuckuckskind, das sich heimlich ins fremde Nest geschlichen hat?

Mittags sollte es einen kleinen ungezwungenen Umtrunk im SLI-Büro geben, das mit dem Radl von mir aus innerhalb von 5 Minuten zu erreichen ist. Sah ich als gute Gelegenheit, sich bei der Mittagshitze mit einem Glas Rosé etwas locker zu trinken und die Leute zu beschnuppern, dann wird der Einstieg am Abend etwas einfacher. So mein Plan. Was soll ich sagen; ich bin anderthalb Stunden geblieben und kam bereits da beschwipst von Sommer, Rosé und so viel Herzlichkeit nach Hause, dass ich mir erst einmal ein hartes Kontrastprogramm suchen musste, um die Zeit bis zum Abend und dem Event bei Bulthaup zu überstehen. Schon das SLI-Büro selbst ist ein Traum, gelegen in einem idyllischen, grünen Hinterhof in Pasing, so liebevoll gestaltet und der Ort von so toller Atmosphäre, dass ich mir in meinen Gedanken nur vorstellen konnte, alle würden werktags bei offenem Fenster und Vogelgezwitscher Liedchen summend an ihren Rechnern sitzen, sich lustige Anekdoten vom Wochenende erzählen, dabei noch Eis schlecken und nebenher ganz locker leicht eine tolle Seite aus dem Ärmel schmeißen. Ah, da würde ich aber auch gern arbeiten! Diese Herzlichkeit des SLI-Teams findet sich auch in ihrem Büro wieder. Nicole, Kati und die Daniels waren wirklich so wunderbare Gastgeber, ich habe mich sofort so gut aufgehoben gefühlt, alles so familiär und herzlich. Dicke Sträuße Sommerblumen, saftige Erdbeeren, kühles leckeres Beerenwasser – Sommer pur! Für jeden ein Gläschen selbst gemachter Erdbeermarmelade und süsse Give-aways… ich war ganz verzaubert!

Am frühen Nachmittag fuhr ich dann heim, sortierte den Kleiderschrank meiner Tochter aus und sah ihr zu, wie sie sich zum ersten Mal im Leben auf ihre noch kleinen zittrigen Beinchen stellte, war dann noch beschwipster vor Liebe und fuhr am späten Nachmittag in den Bulthaup-Showroom in die Herrnstraße um weiterhin auf dieser fluffigen Wolke aus Glück zu schweben und es mir in vollen Zügen gut gehen zu lassen. Und wirklich, was für ein wunderschöner Abend es war! Ich hab’s wirklich so genossen! So viele lustige Gespräche führen und herzliche Menschen kennenlernen, bei denen die Wellenlänge passt und mit denen man Spaß hat und sich so wohl fühlt. Verwöhnt werden, von vorne bis hinten und sich dabei richtig schön treiben lassen. Das Leben kann wirklich so schön sein!

Der Bulthaup-Showroom ist eh ein Augenschmaus. Seit ich während des Architekturstudiums mal eine Uni-Veranstaltung (Haustechnik, oder welches Fach war das noch mal?) in einem dieser Studios hatte, träume ich davon, wenn ich mal groß bin, hole ich mir eine solche Küche. Alles so schick, klar und aufgeräumt, so smart! Wie auch die Gastgeber von Bulthaup selbst. Jennifer Munz vom Bulthaup-Eventmanagement hat uns einen wirklich unvergesslichen Abend gezaubert. Eingeleitet wurde er mit erfrischenden Kaltgetränken und Sektempfang, ging dann über in einen kreativen Teil, bei dem wir zusammen mit der Floristin Claudia Reitinger süße Blumenkränze für’s Handgelenk banden und uns wie kleine Hippie-Mädchen fühlen durften, und gipfelte in einer tollen kulinarischen Reise ans Mittelmeer! Alexandra Bianchi und Pierpaolo Puddu von Miaterra Sardinien haben uns mit ihren mediterranen Köstlichkeiten und Ihrer Liebe zur Mittelmeerküche total verwöhnt! Anti-Pasti, gebratene Maultaschen (wie auch immer die auf italienisch heissen), gegrillter Fisch, leckerer leichter Weißwein –  unheimlich lecker war es! Dazu die wirklich tolle Tischdekoration und die Location… Ich hatte echt bisschen Pipi in den Augen, als ich mich vor Eröffnung des Buffets zu den Tischen schlich, um ein paar schöne Bilder von Deko und Koch am Herd zu machen. Ab und an mal so richtig von vorne bis hinten verwöhnt zu werden fühlt sich so gut an, absoluter Traum!

Dieser tolle Tag war wie ein unheimlich schöner Sommertrip und der Abend endete dann auch, wie ein solcher Abend gebührend zu enden hat: betrunken von gutem Wein und toller Stimmung, mit lieben neuen Bekanntschaften. Und mit einer Aspirin zum Morgenkaffee!

 

Eindrücke vom Umtrunk im wunderschönen SoLebIch-Büro – Danke für den wundervollen Tag, liebe Nicole, Kati und Daniels!

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SoLebIch@Bulthaup Sommerfest im Bulthaup-Showroom Herrnstraße München

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Urlaub dahoam

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Urlaubszeit! Da fahren und fliegen sie nun alle dahin. Drei Wochen Bali, Brasilien, Bulgarien.

Doch der eigene Urlaub schreit eher nach Balkonien als nach Bali. Weil in diesem Jahr andere Dinge wichtig sind und die Ersparnisse nicht für großes Halligalli oder Expeditionen ans andere Ende der Welt drauf gehen können. Und weil die freien Tage auch für Erledigungen herhalten müssen, für die sonst wieder die Zeit fehlt. Ein Kurztrip muss also reichen und ansonsten heißt es „Urlaub dahoam“!

Klingt so schrecklich bemitleidenswert? – Tja, ist es aber gar nicht!

Wenn man sich nur darauf einlässt, ist es wie damals in den großen Ferien. Totale Freiheit! Erst recht bei diesem genialen Sommer, der Hitze, Hitze, Hitze mit sich bringt. Einfach nur laufen lassen. Der Kopf frei von Gedanken, träge und ohne Erwartung. Treiben lassen im hier und jetzt, schauen, worauf man so Lust hat und ob überhaupt. Keine Verpflichtung, kein Freizeitstress, kein „Müssen-wir-unbedingt-gesehen-und-gemacht-haben“. Schlafen, so lange man will. Ausgedehntes Frühstücken im Freien. Morgens allein ausserhalb von München an der Isar liegen und sich mit der kalten Strömung treiben lassen. Und wieder erfrischt nach Hause fahren, wenn die ersten ihre Grills anschleppen. Bis spät in die Nacht in Cafés abhängen, ohne dieses „Bääähhhh-Morgen-wieder-zeitig-raus-Gefühl“. Den eigenen Radieschen beim Wachsen zusehen und die erste leckere Ernte genießen. Ohne Ziel durch die Gegend radeln, zwischendrin baden gehen und die Seele baumeln lassen. Einfach nur abgammeln und all die Bücher lesen, die schon so lange auf einen warten. Die Zeit träge und faul dahin laufen lassen. Unter der Woche bis tief in die Nacht mit Freunden grillen und endlich wieder eigene Knoblauchbutter und leckeres Essen vorbereiten. Bei Bullenhitze im Freien schlafen. Und zum Frühstück, Mittag und Abend Wassereis essen.

 

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Vertraute Tristesse – Jeff Wall in der Pinakothek der Moderne

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A fight on the sidewalk – 1994

Bereits letzten Mittwoch war die Vernissage zur Ausstellung von Jeff Wall. Ein Teil seiner Werke – größtenteils jene, die bei Münchener Sammlern ein Zuhause gefunden haben – sind noch bis 9. März 2014 in der Pinakothek der Moderne Münche  zu besichtigen.

Auch wenn bereits einige Tage ins Land gestrichen sind, will ich es nicht versäumen ein paar Bilder und Eindrücke nachzureichen und auf die Ausstellung hinzuweisen. Denn es lohnt sich.

Jeff Wall ist ein ruhiger, unaufgeregter Typ. Und gerade durch diese Art auch sehr sympathisch. Während Kuratoren und Förderer Eröffnungsreden hielten, die – wie so oft – mit ein paar ausgetauschten Passagen auch für die Diplomfeier oder das 60igste Betriebsjubiläum herhalten könnten (und demzufolge eher inhaltsleer und unpersönlich klangen), begnügte sich Wall selbst mit zwei, drei kurzen netten Sätzen. Sehr angenehm!

Ähnlich sind auch seine ausgestellten Werke. Kein großes Theater, kein riesen Drama. Oft fast banal. Und doch irgendwie packt es dich! Tief innen. Weil das Gefühl so vertraut ist. Und sofort greifbar beim Blick auf die Lichtboxen. Fast springt es einem entgegen. Nicht mahnend, nicht fordernd, nicht animierend. Aber irgendwie brutal. Weil man es doch einfach so gut kennt. Diese zäh verrinnende Zeit, dieser trostlose Gang, diese Gleichgültigkeit. Und irgendwie wäre es auch belanglos und nicht erwähnenswert, würde nicht gleichzeitig dieses unbändige Tier knurrend an der Kette zerren – diese Sehnsucht nach Veränderung und Erlösung.

Jeff Wall – Pinakothek der Moderne München, noch bis 09.03.2014

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A Villager from Aricaköyu arriving in Mehmutbey – 1997

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The Eviction – 1988

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Cyclist – 1996

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Jell-O – 1995

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The Thinker – 1986

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Restoration – 1993

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The Smoker – 1986

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Some beans – 1990