Take me to… Köln

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Häääh? Wie??? … Ja, ja – richtig gelesen! Köln! Diese rheinische Frohnatur.

Aus aktuellem Anlass. Ich hab‘ nämlich eben ein paar Tage dort verbracht. Für Stockholm, London, Mailand, Madrid, die noch auf Ausarbeitung warten, aber aus Zeitgründen noch in meiner Schublade – oder besser in meinem Hirn – schlummern, fand ich bisher noch nicht die nötig Muße. In meinem Langzeitgedächnis abzutauchen bereitet mir gerade zuviel Mühe. Daher plansche ich lieber in den seichten  Gefilden meines Kurzzeitgedächnisses. Da bekomme ich noch schnell was zusammen. Und deshalb heute mal Köln!

Bisher war ich noch nie in meinem Leben dort. Keine Ahnung wieso. Vielleicht hielt mich dieser überall auftauchende Satz bereits dort gewesener “Naja, die Stadt hat außer dem Dom nicht so viel zu bieten, aber die Leute sind alle unheimlich freundlich drauf!” einfach davon ab. “nicht viel zu bieten…”. Mhhh… “alle unheimlich freundlich drauf…!” Oh, Schreck!

Wenn man herkunftsbedingt den maulfaulen Berliner gewöhnt ist, bei dem das Ausbleiben einer Pöbelei schon mal als Nettigkeit gedeutet werden kann, empfindet man derartige Aussagen eher als befremdlich. Was soll das denn heißen „unheimlich freundlich drauf!“ ? Laufen die das ganze Jahr grinsend mit Karnevalshütchen durch die Gegend und werfen Kamelle?

Nun ja, da ich nach mehreren Stunden Stau, zehn Uhr abends und völlig unterzuckert im Hotel ankam, war ich eher auf Krawall gebürstet (Wie gesagt, nicht gepöbelt ist bereits eine Nettigkeit) und die beiden ersten, die ich traf, waren schnell in der Kategorie „Arschloch!“ abglegt. Doch nicht alle gut drauf hier.

Kurz Zeit später fand ich mich in einem super leckeren Burger-Laden wieder, hatte etwas Rind und mein erstes Kölsch im Bauch und war gerüstet, um meinen Freunden unter die Augen zu treten und ins Nachtleben zu starten.

Nun gut, was soll ich sagen… Es waren zweieinhalb super Tage, mit alten und neuen Freunden und vielen netten und einigen sehr netten Leuten. Zwei von ihnen haben es sogar bis in meinen Facebook-Freundeskreis geschafft. Und da nehme ich nicht gleich jeden auf! Ich hab‘ das Wochenende sehr genossen! Nun ja, meistens… So durchzechte Nächte fühlen sich ab einem gewissen Zeitpunkt ziemlich böse an. Aber ansonsten freue ich mich definitiv auf ein weiteres Mal.

Übrigens gibt es wesentlich mehr als den Dom. Schaut es euch an (auch wenn die Bilder diesmal leider nicht in bester Qualität sind)! Vor allem in der Gegend am Rheinauhafen entsteht viel spannendes – neue Architektur, die in ihrer Formensprache ihren lokalen Bezug nicht verliert. Auf jeden Fall mal ein Ausflug wert.

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Schau‘ mal lang bei roomido! Was das Herz begehrt…

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Durchblättern, staunen, ausschneiden, einkleben, Notizen machen… Ein liebgewonnenes Ritual, wenn ich Zeitschriften auf der Suche nach neuem Design und tollen Inspirationen durchstöbere. Mit Schere bewaffnet auf Ausschau nach Dingen, die entzücken und Spaß machen, nach Leuten und Projekten die inspirieren!

Jetzt können Schere, Masking Tape und Co. aber auch mal im Schrank bleiben. Klick, klick, Glück – gibt’s jetzt auch bei roomido!Stöbern, staunen, Notizen machen und ab ins Album geht da noch viel schneller!

Vor drei Wochen habe ich die neue Community entdeckt und gestern realisiert, dass ich sie Euch noch gar nicht vorgestellt habe! Das wird hiermit auf der Stelle nachgeholt.

Bei roomido findet Ihr nicht nur tolle, inspirierende Bilder, aus denen Ihr Euer ganz persönliches Mood-Board zusammenstellen könnt, sondern auch tolle Artikel und eine mittlerweile stetig wachsende Community zum Austausch und Fragen stellen bezüglich der Themen Innenarchitektur, Design und Deko. Und sollte mal der Rat oder die Inspiration eines Fachmanns gebraucht werden, steht ein Pool von zig Experten zur Auswahl – über Architekten, Hersteller bis hin zum Blogger. Eine wirklich vielseitige Plattform, übrigens aus dem Hause Gruner + Jahr. Qualitativ hochwertiger Inhalt gehört da also zum Programm.

Genug getextet! Ich will das hier nicht zu einer langweiligen Seiten-Präsentation werden lassen. Ihr klickt einfach mal rein und laßt euch selbst inspirieren und mitreißen! Feiertag und Herbstwochenende stehen vor der Tür, was gibt es da schöneres, als vom Sofa aus zu schmökern!? Vom Besuch der Seite während der Arbeitszeit möchte ich allerdings abraten – so schnell kommt man da nicht mehr weg.

Viel Spaß beim entdecken und einen wunderbaren Feiertag!

http://www.roomido.com

5 Einrichtungstipps, die Deine Wohnung größer wirken lassen

Eine tolle Seite ist apartmenttherapy.com. Schaut da mal vorbei!

Aus der Kategory „one-minute-tip“ habe ich Euch heute ein gutes Video mitgebracht. 5 Einrichtungstipps, die Eure Wohnung größer wirken lassen.

Teilweise sind die Tipps vielleicht schon aus dem MMMH der stadt.bude bekannt. Die Idee mit den besonders tiefen Regalen ist allerdings neu und echt clever. Hier eine schriftliche Zusammenfassung des Filmchens:

Tipp 1: Weiße Wände

Dem ist natürlich nichts falsches abzugewinnen. Trotzdem kann auch Farbe sehr spannend sein. Also alles weiß, muss nicht sein. Aber natürlich weitet es den Raum (sofern mit den Möbeln nicht wieder alles zunichte gemacht wird)

Tipp 2: Möbel mit viel Stauraum

Geschlossene, geradlinige Möbel und Einbaumöbel, in denen viel untergebracht werden kann, sorgen für Ruhe und Ordnung und lassen damit den Raum größer erscheinen.

Tipp 3: tiefe Bücherregale

Das ist wirklich eine echt gute Idee und ich selbst habe noch nie wirklich daran gedacht. Tiefe Bücherregale. So tief, dass noch etwas in „zweiter Reihe“ geparkt werden kann. Nicht schlecht! Allerdings wäre ich hier sicher einer von den Kandidten, die nicht mehr genau wissen würden, hinter welcher Bücherreihe denn nun wieder was verstaut wurde. Und um dann mein Sparschwein vorzukramen (was ich leider gerade nicht habe, da meine Schweine immer schnell zur Schlachtbank geführt werden), müsste ich sicher erst das gesamte Regal ausräumen.

Tipp 4: Höhe betonen

Kann ich immer wieder nur empfehlen. Schränke, Regale und Vorhänge, die sich von Fußboden bis Unterkante Decke erstrecken, verlängern optisch die Höhe des Raumes. Außerdem wirken sie weniger unruhig als niedrigere Elemente.

Tipp 5: Gleichmäßig ausgeleuchtete Räume

Flächiges Licht wirkt nicht so unruhig wie viele kleine Lichtquellen. Dem kann natürlich nur zugestimmt werden. Trotzdem rate ich neben der Hauptbeleuchtung zu weiteren Leuchten, um Bereiche zu akzentuieren und die Möglichkeit zu haben, unterschiedlichste Stimmungen erzeugen zu können.

So, nun bitte ich um noch eine Minute Zeit für’s Video! Trotz meiner Zusammenfassung immer noch sehr interessant :)

http://www.apartmenttherapy.com/one-minute-tip-five-style-tricks-to-open-up-your-small-space-apartment-therapy-videos-195952

Urbanized – watch it!

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Als erstes vorweg: Falls Du jetzt wild auf dem Titelbild rumklicken solltest, lass es sein! Den Trailer zum Film findest Du unterm Beitrag.

Urbanized, ein Dokumentarfilm von Gary Hustwit, ist unbedingt sehenswert!

Unsere Welt verändert sich, schnell wie nie zuvor! Mittlerweile leben bekannter Weise mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten. In Ballungszentren entlang unseres Globusses vollziehen sich rasante, faszinierende und auch erdrückende Veränderungen.

Landschaft im Wandel – sie wächst oder verschwindet, explodiert oder resigniert.  Während in Asien Megastädte aus allen Nähten platzen, veröden in Amerika Großstädte wie Detroit, dessen frühere Wirtschaftsstärke aus der Automobilindustrie hervorging. Welchen enormen Einfluss haben Globalisierung und Nachfrage auf unseren Lebensraum und in welcher Form kann darauf reagiert werden?

Schnell macht Urbanized klar, dass vieles auf der Welt uns doch vereint und gemeinsam ist – doch auch, dass uns teilweise Welten trennen! Mobilität, Dichte, Schnelllebigkeit, Konsum, Wirtschaft, Lebensraum. Das bedeutet Großstadt. Wie ist das vereinbar mit dem Bedürfnis nach Schutz, Selbstverwirklichung, Privatsphäre, sozialer Gemeinschaft? Haben wir eigentlich überall auf der Welt die gleichen Bedürfnisse? Welche urbanen und sozialen Strukturen entwickeln sich in diesem Umfeld – gewollt und geplant, ungewollt und zweckbedingt oder auch ganz nebenbei? Welche Ansprüche haben wir an unseren Raum?

Urbanized zeigt, das Leben kann unterschiedlicher nicht sein! Gegen Slumbewohner in Mumbai, die sich zu 600 eine Toilette teilen, wirken Stuttgart21-Protestanten für die Erhaltung eines Stadtparks fast lächerlich! Und trotzdem, jede Auseinandersetzung mit dem Ort und jeder damit einhergehende  Drang nach Veränderung, egal ob im gediegenen Europa oder engen Asien, hat seine Berechtigung, Wichtigkeit und ist gar eine Notwendigkeit.

Auch Mobilität ist ein wichtiger Faktor der Städte, die allerdings oftmals kurz vorm Verkehrskollaps stehen. Gerade in Amerika gilt das Automobil als Maß aller Dinge, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Städtebau orientiert sich hier seit der Glorifizierung der Mobilität in den 50iger/60iger Jahren nicht am Maßstab Mensch, sondern am Auto. Gerechnet wird nicht in Gehminuten, sondern in Automeilen, dem weitläufigen Platzangebot sei Dank. Was zwangsläufig dazu führt, dass der urbane Raum jeglicher Qualität entbehrt und ausserhalb des Autos nicht fassbar scheint. Es scheint nur Infrastruktur zwischen einzelnen Sprawls zu geben, Verkehrsachsen zwischen monotonen, am Reissbrett designten Vororten, Industrie und Downtown. Öde, trostlose Landschaften, Zerrissenheit, Leblosigkeit. Ein krasser Gegensatz zu den Bildern aus Asien und Afrika.

Urbanized dokumentiert alles: urbane Enge und weitläufige, streng geplante Zerrissenheit, fast schon erdrückende Lebendigkeit und ebenso erdrückende Öde, Luxusprobleme und existentielle Nöte. Und auch wird deutlich, dass guter Städtebau – so gut durchdacht er auch sein mag – nicht allein am Reissbrett entsteht (siehe z.B. Oscar Niemeyer und Brasilia). Im Gegenteil, dass es einzig und allein der Mensch in seinem alltäglichen Handeln und sozialem Gefüge ist, der Stadtraum qualitativ verändert, vorantreibt und zu kreativen Lösungsansätzen zwingt.

Unsere Städte werden sich immer schneller transformieren, und auch immer wieder neu. Auch wenn unsere bauliche Struktur behäbig und statisch sein mag, das Leben in den Städten ist es nicht! So ist es die Hauptaufgabe sich von starren Mustern zu verabschieden und flexibel und kreativ auf unser sich ständig änderndes Leben zu reagieren.

Urbanized –  a documentary film by Gary Hustwit:  Der Film betrachtet aktuelle Stadtenwicklungen weltweit – Probleme der Globalisierung, Lösungsansätze im Städtebau und dazu tolle Bildern. Mit Interviews mit Stadtplanern, Politkern und Architekten (u.a. Koolhaas, Foster, Niemeyer)

http://urbanizedfilm.com/trailer/

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setzen, stellen, legen… – Monday Makes My Home! Lektion 4

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Eines der großen Probleme in kleinen Wohnungen ist der Stauraum. Egal wie man ausmistet und reduziert, Snowboard, Besen und (manchmal) auch Bügelbrett bleiben über. Blöd! Dabei nutze ich das Bügelbrett vielleicht dreimal im Jahr, nur vor wichtigen Ereignissen wie Hochzeiten und wichtigen Terminen. Ansonsten muss das auch so gehen. (In diesem Moment kommt mir die zündende Idee! Wieso denn nur Car-Sharing, kann man sich denn nicht auch so ein Brett ausleihen?) Gut, ich schweife ab! Worauf ich hinaus will: Das Ding steht rum. Genauso wie die alte CD-Sammlung, die vor 10 Jahren durch MP3 ersetzt wurde, Fotoalben und Wanderausrüstung.

Mehr Platz muss her! Habe ich tote Winkel, die ich sinnvoll nutzen kann?

Also bitte mal genaustens die Wohnung abscanen! Jede Ecke und jede Nische, alles kann genutzt werden. Doch wir brauchen ein bisschen System, um eine gewisse Großzügigkeit der Räume zu erhalten.

Hinter Installationsschächten oder Türen verbirgt sich oftmals noch eine kleine Ecke, die komplett ungenutzt ist und auch baulich eher unruhig wirkt. Diese kann einfach geschlossen werden, indem bündig mit dem Wandvorsprung Regale angeordnet werden oder die Nische gleich komplett mit einem Einbau geschlossen wird. Ohne das Raumgefüge zu stören – im Gegenteil, oftmals wird dadurch erst eine klarere Raumgeometrie hergestellt – haben wir zusätzlichen Stauraum gewonnen. Das selbige gilt für Dachschrägen oder unterhalb von Treppen –  sofern vorhanden. Auch hier kann anständig Stellfläche gewonnen werden, wenn Regale oder Einbauten sinnvoll angeordnet werden.

Oder wie wäre es mal mit dem Bereich oberhalb der Türen? Eine Anordnung eines Regals, welches hier über die gesamte Wandbreite führt, wirkt wenig unruhig und kann Unmenge an Stauraum schaffen. Für Urlaubsandenken, Bücher und Omas alte Vase. Allerdings würde ich mich auf eine Wand je Raum beschränken, da sonst eine gewisse Enge entstehen kann.

Falls man das Glück hat, doch über einen großzügigen Raum zu verfügen, der auch ein bisschen Zonierung verträgt, kann hier ein Regalsystem als Raumteiler zum Einsatz kommen. Auch wenn dieser mit Inhalt gefüllt wird, bleibt eine gewisse Weite und Leichtigkeit erhalten, da der große Raum weiterhin erkennbar bleibt. Und trotzdem hat man die Möglichkeit durch diese räumliche Abgrenzung kleine Bereiche unterschiedlichen Charakters zu schaffen.

Auch Laibungsnischen unterhalb von Fenstern bietet Stauraum, indem man hier zum Beispiel große Kisten oder Sideboards positioniert, die den Raum optisch nicht einengen. So lange das Auge noch frei schweifen kann und nicht jede Wandfläche komplett zugestellt wurde, fühlen wir uns wohl. Daher also auf wuchtige Elemente verzichten und mit den Höhen spielen. Wenn doch unbedingt eine hohe Möblierung oder Einbauten sein müssen, dann sollten diese gleich über die gesamte Wandhöhe reichen und direkt unterhalb der Decke abschließen, damit wieder eine optische Ruhe hergestellt werden kann.

Natürlich könnte man, ganz theoretisch gesehen, seinen Krempel in Kisten oder lose auch einfach in diese Ecken schieben, ohne extra Regale oder Einbauten hierfür vorzusehen. Aber nein! Denn jegliche Ordnung geht hierbei verloren und die Bude wirkt sofort unordentlich und unnötig klein. Also, bitte alles an seinen festen Platz! Regale, Schränke, Einbauten und Rollcontainer geben dem Stauraum eine räumliche Abgrenzung und der Wohnung eine feste Struktur.

Ausserdem muss nicht alles offen präsentiert werden. Abgeranzte Besitztümer, die nur wegen ihres sehr persönlichen Erinnerungswerts vorm Mülleimer bewahrt wurden, und allerlei Krimskrams können schön gesammelt in Kisten, Boxen und Dosen aufbewahrt werden. Das hat nicht nur den Vorteil, dass wieder etwas Klarheit und Ordnung geschaffen werden kann, sondern auch gestalterisch können hiermit einige Akzente gesetzt werden. Und das macht Spaß! Wisst ihr doch! Oder warum sonst hält sich jeder Ikea-Besucher, der gerade nicht im Restaurant sitzt, in dieser Kisten-Vasen-Bilderrahmen-Abteilung im EG auf?