Doppelstunde stadtbude: Farbpsychologie rot

Rot steht für Leidenschaft, Kraft und Stärke, es symbolisiert Mut und Intensität. Rot steht auch für Gefahr, kann aggressiv und bedrohlich erscheinen. Die Natur nutzt diese Signalfarbe gern, um giftige Beeren zu kennzeichnen oder auf die Paarungsbereitschaft von Affendamen aufmerksam zu machen. Auf jeden Fall ist Rot nichts für graue Mäuse. Es fällt auf, stellt sich dominant in den Vordergrund und ist wohl die Farbe, die uns zu intensivsten Emotionen bewegen kann.

Räume in sattem Rot können inspirierend und anregend auf uns wirken, uns aber auch aufregen und nervös machen. Dies sollte bei der Farbwahl genau bedacht werden. Ein Schlafzimmer in Blutrot wirkt wenig schlaffördernd, dafür unruhig, vielleicht sogar bedrohlich. Wer da mit Herzrasen im Bett liegt, sollte den Malerpinsel schwingen und auf einen dezenteren Ton wechseln. Im Wohnbereich oder Essbereich hingegen kann die Farbe durchaus anregend sein. Sie eignet sich gut in Räumlichkeiten, die der Kommunikation dienen, denn sie berührt uns mit allen Sinnen, bringt uns in Wallung. Farben wirken auf unser Bewusstsein und können darüber auch unsere Körperfunktionen beeinflußen. Rot regt an, bringt uns in Schwung.

Zarte Rottöne hingegen stehen gern für Reinheit, Unschuld, Mädchenhaftigkeit und Romantik. Rosé, Apricot, Puder sind weiche, dezente Rottöne und in Kombination mit Beige- und Weißtönen besonders beliebt. Sie bringen Balance, Zartheit und einen Tick Verspieltheit ins Leben. Sie regen zum Träumen. Rosé-Töne passen toll zu hellen, gebeizten Hölzern und hellen Naturmaterialien.

Gedeckte dunkle Töne wie Bordeaux und Burgunder wirken hingegen sehr erwachsen und reif, spenden angenehme Wärme und schaffen eine Atmosphäre von Geborgenheit und emotionaler Tiefe. Hier fühlen wir uns angenommen und verstanden, aufgefangen und angekommen. Diese Farbtöne wirken besonders harmonisch zu warmen Materialien wie dunklem Leder, dunklem Holz und Brauntönen.

Rot in kräftigen Mischtönen wie Brombeere und Himbeere (Blauanteil) oder Lachs und Koralle (Gelbanteil) wirken ebenfalls sehr inspirierend und anregend, allerdings weniger aggressiv als Knallrot. Beerentöne, Koralle und Co sind die perfekten Sommerfarben, mit denen sich frische Akzente setzen lassen und die sich auch wunderbar untereinander kombinieren lassen. Man muss nur etwas mutig sein! Rot ist eine Farbe für Selbstbewußte!

Akzente in rosé müssen nicht immer nur niedlich sein. Trotzdem wirken sie weich und harmonisch und passen wunderbar zum satten Grün der Pflanzen 

Verspielt und erfrischend! Die Tapete in Koralle mit floralem Muster ist nichts für Langweiler

Strotzt vor Leidenschaft und Sommer! Wandfarbe im Beerenton wie hier beim Messestand von Missoni Home

[Beinhaltet Werbung. Leider nicht bezahlt, aber es wird ja ein Produkt benannt]

 

 

 

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Doppelstunde stadtbude: Farbpsychologie gelb

In dieser Woche nehmen wir uns der Farbe gelb an, die eine der beliebtesten Farben bei der Gestaltung von Innenräumen ist. Zarte Töne wie Eierschale und Vanille sind echte Klassiker und seit Jahrzehnten beliebt. Doch auch kräftige Töne wie Senfgelb und Goldgelb hauen gerade wieder total rein und mischen das Interieur anständig auf. Gelb bringt Wärme ins Spiel, sorgt für Heiterkeit und Lebendigkeit, Strahlkraft und Stärke. Es bringt die sprichwörtliche Sonne in unsere Räumlichkeiten und sorgt somit für eine positive, entspannte Grundstimmung. Daher bieten sich Gelbtöne besonders für Räumlichkeiten der Kommunikation an – Küche, Esszimmer, Wohnbereich – und können auch als Akzentfarbe einzelne Bereiche besonders gut hervorheben.

Gelb ist aber auch eine kleine Diva und scheint auf den ersten Blick etwas schwierig zu sein. Es passt nicht zu allem, doch mit etwas Feingefühl sorgt es für echte Knaller. Goldene, satte Gelbtöne wirken elegant und luxuriös. Sie sind inspirierend und einladen, anregend und erheiternd.  Helle Gelbtöne reflektieren das Licht besonders gut und lassen Räume dadurch optisch weiter erscheinen.

Beige und Eierschale passen sehr schön zu hellen, natürlichen Oberflächen wie zu weißgekalkten Wänden und hellen Hölzern. Sie kommen aufgrund warmen Farbtemperatur mit einer unaufgeregten, freundlichen Note daher und sorgen für eine angenehme Wohlfühlstimmung. Kann man nichts falsch machen, kann man aber auch noch eine Schippe drauf legen. Denn kräftiges, klares Gelb ist ein Kracher! Wohnaccessoires in diesen Tönen kommen besonders zu dunklen kühleren Farben super zur Geltung und bilden hierzu einen tollen Kontrast. Grau, schwarz, dunkelblau sind die perfekte Basis, um vor allem satte Gelbtöne hervorragend zum Strahlen zu bringen und darüber hinaus als Gegenspieler immer cool und lässig. Hingegen warme, mediterran anmutende Gelbtöne harmonieren besonders gut zu ebenso warmen Farb- und Holztönen. So gehen Ocker und warmes Orange zum Beispiel gut zu braunem Leder oder dunklem Holz und geben in der Kombination eine eher rustikale, gemütliche Note.

 

Ein Hauch von Luxus: Sattes gold-gelb knallt wunderbar bei kühlen Grautönen

Goldgelb wie hier als Wandtapete mit Silbereffekten bringt Sonne und einen Hauch von Luxus in die Räume

Senfgelb bringt auch bei einer eher maskulinen Wohnraumgestaltung coole Akzente und Farbe in die Bude

Gar nicht so kompliziert: warmes Gelb in Kombi mit warmem Holz und Brauntönen