5 Einrichtungstipps, die Deine Wohnung größer wirken lassen

Eine tolle Seite ist apartmenttherapy.com. Schaut da mal vorbei!

Aus der Kategory „one-minute-tip“ habe ich Euch heute ein gutes Video mitgebracht. 5 Einrichtungstipps, die Eure Wohnung größer wirken lassen.

Teilweise sind die Tipps vielleicht schon aus dem MMMH der stadt.bude bekannt. Die Idee mit den besonders tiefen Regalen ist allerdings neu und echt clever. Hier eine schriftliche Zusammenfassung des Filmchens:

Tipp 1: Weiße Wände

Dem ist natürlich nichts falsches abzugewinnen. Trotzdem kann auch Farbe sehr spannend sein. Also alles weiß, muss nicht sein. Aber natürlich weitet es den Raum (sofern mit den Möbeln nicht wieder alles zunichte gemacht wird)

Tipp 2: Möbel mit viel Stauraum

Geschlossene, geradlinige Möbel und Einbaumöbel, in denen viel untergebracht werden kann, sorgen für Ruhe und Ordnung und lassen damit den Raum größer erscheinen.

Tipp 3: tiefe Bücherregale

Das ist wirklich eine echt gute Idee und ich selbst habe noch nie wirklich daran gedacht. Tiefe Bücherregale. So tief, dass noch etwas in „zweiter Reihe“ geparkt werden kann. Nicht schlecht! Allerdings wäre ich hier sicher einer von den Kandidten, die nicht mehr genau wissen würden, hinter welcher Bücherreihe denn nun wieder was verstaut wurde. Und um dann mein Sparschwein vorzukramen (was ich leider gerade nicht habe, da meine Schweine immer schnell zur Schlachtbank geführt werden), müsste ich sicher erst das gesamte Regal ausräumen.

Tipp 4: Höhe betonen

Kann ich immer wieder nur empfehlen. Schränke, Regale und Vorhänge, die sich von Fußboden bis Unterkante Decke erstrecken, verlängern optisch die Höhe des Raumes. Außerdem wirken sie weniger unruhig als niedrigere Elemente.

Tipp 5: Gleichmäßig ausgeleuchtete Räume

Flächiges Licht wirkt nicht so unruhig wie viele kleine Lichtquellen. Dem kann natürlich nur zugestimmt werden. Trotzdem rate ich neben der Hauptbeleuchtung zu weiteren Leuchten, um Bereiche zu akzentuieren und die Möglichkeit zu haben, unterschiedlichste Stimmungen erzeugen zu können.

So, nun bitte ich um noch eine Minute Zeit für’s Video! Trotz meiner Zusammenfassung immer noch sehr interessant :)

http://www.apartmenttherapy.com/one-minute-tip-five-style-tricks-to-open-up-your-small-space-apartment-therapy-videos-195952

Gefährliche Grauzone

architektur_aufräumen

Meine Entrümpelungsaktionen schleppen sich zäh. Aber ich bleibe dran, habe ich doch beschlossen für Ordnung in meinem Leben und in meinen eigenen vier Wänden zu sorgen. Wer jetzt allerdings meint, das Aussortieren von 20 Jahre alten Schulbüchern, altmodischen Schlittschuhen und Elektroschrott („Ähhh, stimmt ja! Das Handy hatte ich ja auch mal“) haben eine allein klärende Wirkung, der irrt!

In dem Moment, wo Wohnung und Keller auf links gedreht werden, müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Ich teile meinen Besitz dann in drei Kategorien: „Auf keinen Fall wegwerfen! Unbedingt behalten!“ Sollten sich Gegenstände dieser Kategorie im Keller befinden, denke ich schlagartig darüber nach, ob sie es nicht gar verdient hätten wieder nach oben in die Wohnung befördert zu werden. Ein Upgrade in jeglichem Sinne also! Doch davor sollte man sich hüten! Schließlich will man ja entrümpeln.

Dann gibt es die Kategorie „Bloß weg damit!“ Die ist schön, die mag ich! Keine weiteren Fragen, keine Überlegungen. Das macht Spaß!

Und dann die Kategorie „Mist! Ich hab‘ einfach keine Ahnung!“. Die ist fies und niederträchtig! Fallen einem Gegenstände dieser Art vor die Füsse, hat das schlagartig einen lähmenden Prozess auf die gesamte Aufräumaktion! Man schaut frustriert auf den Besitz, läßt unter einem fast lautlosen Säufzer die Schultern sinken und anschliessend seinen gesamten Körper, plumst schwerfällig auf das letzte freie Stück Koffer, Kiste oder Stuhl und starrt erschöpft und überfordert auf das Chaos um einen herum.

Na toll! Ich versuche mich dann schnell aus dem Staub zu machen, geht aber nicht. Also gönne ich mir eine kurze Pause – esse was, schaue fern, lese Zeitschrift. Irgend eine Ablenkung findet sich immer. Dann schleiche ich zurück an den Schauplatz des Verbrechens, raffe alles zusammen und stopfe es wahllos an seinen alten Ort zurück. Die oberflächliche Ordnung wäre wieder hergestellt, um den Rest kümmern wir uns ein andermal!

Nun kommt mir die Überlegung, dass Kategorie 3 nach der letztens von mir erdachten Strategie gar nicht existieren dürfte! Entweder es ist nützlich/ich mag es, dann gehört es zu „Auf keinen Fall wegwerfen! Unbedingt behalten!“ oder es ist bedeutungslos und käme zu „Bloß weg damit!“.

Aber anscheindend ist es nicht so einfach. Was mache ich denn dann mit Mensch-ärger-dich-nicht, Abalone und Outburst? Braucht man die noch? Sind die noch zeitgemäß? Spieleabende! Puuuuhhhhh… dazu fällt mir seit Jahren die Geduld und Stimmung. Ich will lieber quatschen! Aber man weiß ja nie, irgendwann mal, an einem kalten Novemberabend, da hat man vielleicht doch wieder Bock drauf?

Muss ich sie etwa doch akzeptieren, die kleinen Grauzonen in Keller und Schränken? In meinem Leben? Vielleicht doch ein paar davon!

tiny up!

tidy_up

Ich bin ein bisschen beschämt! Habe ich mich doch soeben noch durch Homepages geklickt, auf denen Leute ihre 20-qm-Wohnung präsentierten – exakt strukturiert, clean und irgendwie trotzdem kuschelig. Und ich denke an meinen gestrigen Besuch, der kam unvorhergesehen. Nach drei Tagen gefühlten 40 Grad sah die Wohnung leider ziemlich unordentlich aus! Ungespülte Töpfe in der Küche, ein Berg Zeitschriften und Bücher verstreut im gesamten Wohnzimmer und nicht einmal Matratzen auf dem Bett! (Die wurden aufgrund der heißen Nächte nämlich auf den Balkon ausquartiert) Es sei erwähnt, dass das nur ein kleiner Auszug meiner gestrigen Unordnung ist. Aber bei 40 Grad schleppe ich mich einfach nur noch lethargisch durch die Wohnung.

Jedenfalls bin ich sehr beeindruckt von all der eben online erlebten Ordnung und fragte mich kurz, warum ich denn nicht eine derart kleine Wohnung mit sooo viel Raum haben kann.

Mmmhhh, kann ich das nicht sogar?  Sollte ich mich nicht vielmehr einfach nur auf das wesentliche konzentrieren? Ausmisten! Wegschmeißen! Sich wieder frei machen! In den eigenen 4 Wänden! Im Kopf!

Unser Platz ist kostbar! Es stellt sich die Frage. „Was brauchen wir WIRKLICH?“ Was ist wichtig, was zusätzlicher Luxus und was nicht auch nur einfach Ramsch? Vielleicht sollte der „Inhalt der Wohnung“ stärker hinterfragt werden! Welche Dinge sind uns wichtig, weil sie einen hohen Nutzen haben, Erinnerung bedeuten und uns glücklich machen? Ein nie benutzter Pürierstab im knapp bemessenen Küchenschrank? Das tief vergrabene Geschenk, das den eigenen Geschmack nicht traf, aber aus Anstand noch nicht aussortiert ist? Die fünfte nichts-sagende Vase von Ikea?

Ist es möglich, einen Hausstand nur aus „positiven Emotionen“ zusammenzusetzen? Aus Gegenständen, für die wir uns bewusst entschieden haben oder die uns einfach Freude bereiten? Und dann all das unnütze Zeugs, dass bedeutungslos unseren wertvollen Lebensraum in Anspruch nimmt, verbannen. Erst dadurch erhält unsere Wohnung doch wirklich Individualität, ist unser sprichwörtliches Spiegelbild! Ein Ort, an dem wir nicht zu uns finden müssen, sondern an dem wir bei uns sind! Weil er ja „ich“ ist!

So, let’s tidy up! Oder besser „tiny up!“