Dann müssen wir halt enger zusammenrücken

160118_stadtbude

So, wieder eine Menge Zeit ins Land gegangen. Mittlerweile hat sogar ein neues Jahr begonnen (in diesem Sinne noch „gesundes Neues!“). Viel passiert die letzten Monate – eng geworden ist es in der stadt.bude! Ein neuer Bewohner hat sich vor knapp vier Monaten dazu gesellt. Zahlt zwar keine Miete, aber ist trotzdem der absolute Liebling des Hauses. Nun heißt es für alle (Papa, Mama, Kater) enger zusammenrücken, die Motte braucht Platz!

Da wir unsere Wohnung und unsere schöne Gegend lieben, die Miete für 2Zimmer/Küche/Bad aber durchaus als happig bezeichnet werden kann, werden wir uns räumlich erst einmal nicht vergrößern. Muss man halt sehen, wie man zurecht kommt. Andere schaffen das doch auch, oder?! Wird schon klappen. Auf jeden Fall ist es eine Herausforderung, aber eine schöne. Muss man doch wieder aussortieren und mal überlegen, was wirklich wichtig ist. Kann man sich ein bisschen den Kopf zerbrechen und an kreativen Lösungen tüfteln – leben, arbeiten, Mama, Papa, Kind.

Ausserdem stellt man sich gezwungener Maßen die Frage, was so ein kleiner Wurm tatsächlich alles braucht, um glücklich zu sein und prächtig zu gedeihen. Das Babyangebot scheint unendlich in unserer materiell-orintierten Leistungsgesellschaft, wo schon den kleinsten der Weg zum großen Erfolg perfekt geebnet sein soll und die Marke des ökologischen Babybreis Indikator für eine glückliche Kindheit zu sein scheint. Wie bei so vielem viel heiße Luft, hysterisch ausgestossen von übermotivierten Helikoptermüttern. Babywanne, Windeleimer, Stillkissen und Babywippe? Oh No! Schnickschnack, Staubfänger, hippes Baby-Accessoire! Dachte ich zu Beginn bei so gut wie allem! Da genügt doch Luft und Liebe, oder?!

Nach und nach sind sie teilweise dann aber doch bei uns eingezogen – BabyBjörn und Nonomo. Erst wehrte ich mich noch, dann gab ich nach. Denn unerfahren und störrisch wie ich war/bin, hatte ich anfangs nicht wahrhaben wollen, dass so mancher Platzfresser einem doch entspannte Minuten am Frühstückstisch schenken kann. Während das Kind fröhlich glucksend vor sich hin wippt, können Mama und Papa einen heißen(!) Kaffee genießen.

Trotzdem! Nicht alles, was so mancher SuperMama-Blog oder manche Eltern-Zeitschrift als absolute, pädagogisch unabdingbare Notwendigkeit verschreit, ist es tatsächlich Wert in unseren Familienhaushalt aufgenommen zu werden. Ich kann auf so vieles gern verzichten, auch auf die Gefahr hin, dass unsere Tochter im zarten Alter von fünf nicht das Alphabet in Mandarin wird rückwärts aufsagen können, weil ich ihrer frühkindlichen Förderung nicht angemessen nachgekommen bin.

Momentan befinde ich mich eh in einer Zwickmühle. Bisher werden sämtliche Babysachen -egal ob Klamotte, Spielzeug oder Möbel- nach Optik bewertet und dann entschieden, ob sie auch in unseren Haushalt passen und demzufolge einziehen dürfen. Was meinem positiven Urteil nicht standhalten kann, hat verloren! Wie gesagt, unsere Wohnung ist klein. Da können wir es uns nicht leisten, hässlichen Schund einziehen zu lassen. Ich bin auch nicht der Meinung, dass sie kunterbunt wie ein Kindergarten aussehen muss, nur weil ein Kind darin lebt. Wenn schon unbedingt Früherziehung, dann gerne in puncto Design und Ästhetik! Kann aber wahrscheinlich nicht auf ewig konsequent so weitergeführt werden. Irgendwann geht’s ja dann doch mal um das praktische und funktionelle. Und wenn dann so ein eigener Zwerg auch mal Mitspracherecht hat, gelten eh neue Maßstäbe. Außerdem möchte ich natürlich nicht in die Falle tappen und unsere Tochter nur mit überflüssigem, aber totaaaal hippem Babykrams zuschütten. Weil’s so toll zur Einrichtung passt! Alles nur Fairtrade und mit Liebe handgemacht! Und pädagogisch wertvoll und weil’s alle tollen SuperMamas haben, von Prenzlberg bis Schwabing. Arrrghhh… wie gesagt! Es ist eine Zwickmühle!

 

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2 thoughts on “Dann müssen wir halt enger zusammenrücken

  1. Sternenstaubfabrik

    Wir sind auch enger zusammen gerückt…denn als unsere Twins sich ankündigten, war eigentlich klar, das Haus ist zu Klein. Aber wir lieben dieses Haus…daher wurde einfach enger zusammen gerückt.

    • kristin

      Ja, manchmal geht auch beides! Mehr Leben auf kleinem Raum! Mit ein bisschen Fantasie und Kreativität lässt sich das Zuhause optimieren. Allerdings werden zwei Zimmer bei uns auf Dauer leider nicht reichen. Aber ein kleines Häuschen, da kann man sicher was machen. Liebe Grüße und viel Spaß beim bunten Treiben mit den Twins :)

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