Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

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Das Leben ist ja schon etwas kompliziert! Ich habe bereits Schwierigkeiten, mich nach Kauf neuer Zahnbürstenköpfe für die nun schließlich mehrere Wochen gültige Farbe der Markierungsringe zu entscheiden! Schon wieder rot, weil Mädchen? Ooooch, nee! Mal blau? Oder vielleicht doch grün?

Bei Einrichtungsfragen fällt mir das komischer Weise viel leichter. Da gibt es kein langes Überlegen, das kommt alles aus dem Bauch. „Oh, jaaa! Das ist toll! Muss ich haben!“ Schwups, wird es nach Hause geschleppt. Spannend wird dann erst Zuhause die Kombination der neusten Errungenschaft mit dem bereits vorhandenen. Das ist manchmal knifflig, aber macht immer sehr viel Spaß. Dafür sollte man sich Zeit nehmen. Ein bisschen schieben hier, ein bisschen räumen da. Zur Not wird mal alles auf links gedreht und neu zusammengewürfelt. Das eröffnet im wahrsten Sinne auch mal neue Perspektiven und ist unheimlich erfrischend.

Unsere Wohnung ist unser „erster Lebensraum“! Sie sollte nicht allein eine Zusammenstellung von zweckmässigem sein, sondern ein Spiegel unserer selbst. Unser zweites Ich. Dafür lohnt es sich auch mal ganz tief in seinen Bauch hinein zu hören und den Spaß am Einrichten zu entdecken. Ruhig mal was wagen und über den Nachbau der kürzlich bei Ikea entdeckten Musterwohnung hinaus gehen! Ich mag, wenn im wahrsten Sinne „Leben in der Bude“ ist. Einförmigkeit ist sooo langweilig – das betrifft den absolut durchgestylten Designer-Haushalt genauso wie das Abbild des Möbelkatalogs. Es lohnt sich, seinen eigenen Stil zu finden und diesen in unterschiedlichsten Preisklassen und  Jahrzehnten wieder zu entdecken. Und es ist wunderbar, diesen ab und an zu brechen und damit Spannung zu erzeugen. Omas altes Küchenbuffet neben Billy? Why not?! Der Spiegel vom Flohmarkt und Eames? Aber gerne!

Natürlich benötigt man ein bisschen Gespür, um nicht in einem Sammelsurium von Kuriositäten zu enden. Aber das kann man Dank guter Zeitschriften und Internet notfalls erlernen! Jeder Mensch hat von Natur aus eine Portion Kreativität mitbekommen. Wie hätten wir als Kinder sonst so mühelos Cowboy und Indianer in grossartigen Westernstädten spielen können, die eigentlich nur aus einem Busch und einer Teppichklopfstange bestanden? Wieso sollten wir Angst vor unserer eigenen Kreativität haben und uns lieber „auf Nummer sicher“ der breiten Masse anpassen?

Es gibt kein richtig oder falsch! Erlaubt ist, was Spaß macht! Es gibt nichts schöneres, als nach zwei Stunden ausprobieren, Bilder umhängen und grübeln plötzlich wie ein Künstler vor seinem Gemälde zu stehen und voller Freude zu denken: „Das ist es!“ Und am besten noch mit dem Zusatz hinten dran: „Also, das war zwar so nicht gedacht, aber die Kombi schaut noch viel cooler aus!“

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